Seniorenbeirat lädt ein zum Mitmachen und zum Besuch der Veranstaltungen

Für die Älteren im Einsatz

Ilse Koch: Sie ist der Motor des Seniorenbeirats. Gäste und Mitstreiter sind beim Seniorenbeirat immer gerne gesehen. Foto: ank

Bebra. Ilse Koch ist ein wenig unruhig. Nach einer kleinen Operation am Fuß kann sie nur den Blick aus ihrer Wohnung über Bebra schweifen lassen und nicht vor Ort sein. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats sprüht vor Ideen. Sie wirbt für das Gremium, das mehr Mitstreiter vertragen könnte und sich Senioren als Ansprechpartner anbietet.

In den vergangenen zwei Jahren hat der Seniorenbeirat sich die Aufgabe gestellt, die Kirchen in Bebra besser kennenzulernen. Es sind 60 an der Zahl. Als nächstes ist am Donnerstag die Katholische Kirchengemeinde an der Reihe. Die Besuche schaffen Kontakte. Zu den aramäischen Christen gibt es schon gute Verbindungen. „Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen zu unsereren Veranstaltungen kommen“, sagt Ilse Koch (69).

Zurzeit hat der Seniorenbeirat 30 Mitglieder aus den Vereinen und vielen anderen Gruppierungen. Jeden dritten Donnerstag im März, Juni, September und November trifft sich der Seniorenbeirat, dazu kommen die Sprechstunden und Veranstaltungen. Alles, was Senioren betrifft, kann Thema sein: Zum Beispiel Gesundheit, Sicherheit oder die Verkehrssituation für Fußgänger mit Rollator, Rollstuhl oder auch Kinderwagen. Unter anderem auf Betreiben des Seniorenbeirats wurde beispielsweise ein Behindertenbeauftragter für Bebra bestimmt.

Alle Veranstaltungen sind offen für Interessierte, meist gibt es auch noch kostenlos Kaffee und Kuchen. Großen Zuspruch fand zum Beispiel die Veranstaltung zum Bombenangriff 1944 auf Bebra. Auch die Erzählsalons werden gut angenommen, freut sich Ilse Koch, der Motor des Seniorenbeirats.

Sie erzählt selbst mit ein wenig Wehmut von früher, als etwa die Weihnachtszeit noch eine ganz andere Bedeutung hatte. Da setzte man sich zusammen, bastelte und handarbeitete bei Plätzchen und Stollen. Ilse Koch zeigt eine wunderschöne Tischdecke, die sie vor Jahren für ihre Mutter bestickt hat.

Der Seniorenbeirat ist Mitglied beim Runden Tisch soziales Engagement und hat Rede- und Vorschlagsrecht im Ausschuss für Stadtentwicklung. „Wir werden gehört, wenn gebaut wird“, erklärt die Vorsitzende.

Gerne denkt sie an die Treffen unter dem Motto: Jung hilft Alt, Alt hilft Jung. Schüler der Beruflichen Schulen Bebra halfen hier den Senioren bei der Nutzung von Handy und Internet. Der Seniorenbeirat sei eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Etwa zu Personen, die – wenn nötig – helfen können, sagt Ilse Koch.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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