Winterfest der HGV: Künstler schufen Skulpturen aus Eis

Der letzte Schliff: Nachdem Georg Maurus mit der Motorsäge einen Adler aus einem Eisblock geschnitzt hat, bearbeitet er die fertige Skulptur mit dem Flammenwerfer und stellt so sicher, dass sie glänzt und nicht beschlägt. Rechts arbeitet der Künstler Björn Sippel.

Bebra. Ein beeindruckendes Schauspiel sahen die Besucher des Winterfests der Handels- und Gewerbevereinigung (HGV) in Bebra. Dass sie dabei sprachlos waren, lag nicht nur am ohrenbetäubenden Lärm der Motorsägen.

Es versetzte sie auch in Erstaunen, wie sich aus schweren Eisklötzen wunderbar filigrane Skulpturen schälten.

Björn Sippel aus Germerode sowie Georg Maurus und Florian Lindner waren die Stars auf dem Fest, dessen Motto Programm war: „Biber in Eis“. 19 Eisblöcke, jeder 140 Kilogramm schwer, hatte Sippel in einer Eismaschine vorbereitet. Auf einer Bühne gingen die Männer dann mit Motorsägen auf das Eis los.

Die Brocken flogen

Eisbrocken flogen und Schneefontänen stoben durch die Luft, während sich die Klötze in einen angriffslustigen Adler, einen Schwan oder ein Eulenpärchen verwandelten.

Am frühen Abend wurde es dann romantisch: Während die Eisskulpuren zu schmelzen begannen, gingen drei Skulpturen aus Holz auf dem Rathausmarkt in Flammen auf. Den Waldgeist, den Drachen und eine Eule hatten Maurus und Lindner mitgebracht, um sie dann zu verbrennen. Maurus und Lindner sind mit ihren Künstlernamen Crazy George und Holzflori Mitglieder der Künstlergruppe „Fire and Ice“. Hinter der Verbrennung stecke eine Idee, so Lindner: Die Elemente Feuer und Wasser fänden zueinander, und die Holzskulpturen verschwänden ebenso wie die aus Eis. Ob das den Künstler schmerzt? Maurus lächelnd: „Vielleicht ein bisschen.“

Glühwein und Fettenbrot

Unterdessen besuchten Gäste die offenen Geschäfte, die Band Gipfelstürmer machte Stimmungsmusik und an einer Theke aus Eis gab es Glühwein. Die evangelische Kirchengemeinde sorgte für die Versorgung mit Fettenbroten und wies dabei auf ihre Aktion „200 mal 8“ hin: 200 Spender sollen mit einem monatlichen Beitrag von acht Euro helfen, die halbe Stelle eines Jugendarbeiters zu finanzieren. Im Rathaus nahmen die Märchenerzähler Patrick Teichert und Johanna Pahl Kinder mit in die Welt der Schneeelfen.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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