Sechs Einrichtungen bleiben erhalten - auch Rotenburg

Acht Flüchtlings-Unterkünfte werden in Nordhessen geschlossen

Wiesbaden. Die Zahl der Flüchtlingsunterküfte in Hessen wird drastisch reduziert: Von 23 Einrichtungen in Nord- und Osthessen bleiben sechs erhalten, acht werden geschlossen.

Neun sollen als Reserve innerhalb von kurzer Zeit aktivierbar bleiben. Die Schließung betrifft insbesondere kleinere Einrichtungen. Das teilte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) in Wiesbaden mit.

In Nord- und Osthessen bleiben damit sechs Standorte für längere Zeit erhalten: Dazu zählen Calden, Hessisch-Lichtenau sowie Standorte mit Kasernen wie in Rotenburg, Fuldatal, Bad Arolsen und die Einrichtung der Bereitschaftspolizei in Kassel-Niederzwehren.

Für die Standorte, die erhalten bleiben, sprächen unter anderem die Kapazität, laufende Mietverträge sowie der Bausubstanz. Ein Vorteil von Rotenburg sei beispielsweise auch, dass es dort Menschen mit Behinderung untergebracht werden könnten.

Kleinere Einrichtungen werden dagegen vermehrt in den kommenden Monaten geschlossen. Das werde aber nicht über Nacht geschehen, sagte Grüttner.

Mit dem neuen Standortkonzept reagiert das Sozialministerium auf die nachlassende Zahl von Flüchtlingen, die in Hessen ankommen. Waren es im Oktoker 2015 teilweise über 1300 Menschen am Tag, die in Hessen untergebracht werden mussten, sind es jetzt nur noch 50 täglich, sagte der Sozialminister. Derzeit befinden sich 11 765 Asylsuchende in hessischen Unterkünften.

In ganz Hessen werden von einst 62 Aslyunterkünften 19 weiterbetrieben. „Damit verfügen für über Kapazitäten fpr 20 000 Menschen“, sagte Grüttner. 20 Unterkünfte dienen als Reserve, 23 werden demnächst aufgelöst.

Rubriklistenbild: © dpa

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