Beim Nentershäuser Ladies-Basar kauften und verkauften Frauen gebrauchte Kleider

Abwechslung ist gefragt

Acht von 25 fleißigen Helferinnen: von links Heidrun Jacobi, Rebecca Gebhardt, Vanessa Woltert, Sabrina Blume, Beate Heinzerling, Claudia Jacobi, Pia Heinzerling und Melanie Rossa. Fotos: Meyer

Nentershausen. Zügig verwandelten viele helfende Hände die große Halle in ein provisorisches, aber doch gut ausgestattetes Modehaus. Am Sonntag fand in Nentershausen der erste Ladies-Basar statt: Frauen kauften und verkauften ausrangierte Kleidungsstücke. Am Tag zuvor hatten die Organisatorinnen den Basar in der Tannenberghalle aufgebaut.

Die Ehrenamtlichen in Nentershausen haben langjährige Erfahrung mit dem Pfiffikus, dem Markt für Kinderkleider. Dass beim gestrigen Ladies-Basar eher Geschäfts- und weniger Flohmarktatmosphäre herrschte, lag an der professionellen und Computer-gestützten Organisation. Die Frauen bedienten sich des Systems eines Basar-Dienstleiters.

Die Frauen, die am Samstag mit Körben voller Wäsche vor der Halle Schlange standen, hatten sich bereits vorher im Internet registrieren lassen, hatten Schildchen mit Strichcode, Preis und Kleidergröße ausgedruckt und an den Kleidungsstücken befestigt. Am Empfang scannten Mona Schmidt und weitere Helferinnen die Schildchen. Fleißige Hände trugen die so registrierten Kleider in die Halle, sortierten sie nach Größe und verteilten sie auf Tische.

Knapp 5000 makellose Kleidungsstücke kamen so zusammen, dazu Schuhe, Taschen, Gürtel und auch Bücher. Männer waren kaum anzutreffen in der Halle. Sie hatten nur die Aufgabe, den Boden zu verlegen und Tische zu schieben. Als Umkleidekabinen dienten Zelte mit Camping-Trennwänden. Spiegel und Kleiderständer stammen aus dem Fundus der 25 Helferinnen.

Mitorganisatorin Sabrina Ackermann zeigte sich überrascht über die große Resonanz, für die sie aber eine Erklärung hat: „Bei jeder Frau ist das so, dass sie immer wieder was neues braucht und Abwechslung mag.“ Der Spaß an der Sache war den Frauen anzusehen.

Spende für den Kindergarten

350 Kundinnen zählten die Organisatorinnen. Der besondere Stolz des Lasdies-Basars war das Sortiment mit 37 Brautkleidern.

Drei künftige Bräute wurden fündig und gingen mit einem neuen alten Brautkleid nach Hause. 15 Prozent ihres Erlöses wird jede Verkäuferin dem Nentershäuser Kindergarten spenden.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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