Abwassergebühren in Breitenbach steigen um 30 Cent

Hatterode. Leitungswasser kostet in der Gemeinde Breitenbach künftig weniger, dafür steigen die Abwassergebühren. Einstimmig haben die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Hatterode einer entsprechenden Anpassung der jeweiligen Gebührensatzungen zugestimmt.

Bei der Senkung der Wasserkosten folgten die Gemeindevertreter der Kalkulation des Gemeindevorstandes für die kommenden drei Jahre. Die Gebühren dürfen maximal kostendeckend sein und müssen daher regelmäßig neu berechnet werden. Waren nach der bisher gültigen Wassersatzung 1,84 Euro je Kubikmeter Frischwasser fällig, kostet dieser ab Januar nur noch 1,65 Euro und zuzüglich sieben Prozent Mehrwertsteuer 1,77 Euro. Dieser Netto-Senkung um knapp 20 Cent hätte laut Beschlussvorlage des Gemeindevorstands eine Erhöhung der an den Frischwasserverbrauch gekoppelten Abwassergebühr von 6,50 Euro auf 8,87 gegenübergestanden - also eine Steigerung um 2,37 Euro. Das wollten die Gemeindevertreter allerdings nicht mittragen.

Einstimmig folgten die Parlamentarier stattdessen dem Vorschlag des Haupt- und Finanzausschusses, die Gebühr auf 7 Euro festzusetzen, was einer Erhöhung um 50 Cent entspricht. Für die SPD hatte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Gerd Becker erklärt, die Bürger nicht über Gebühr belasten zu wollen. Zudem lasse es die Haushaltslage der Herzberggemeinde zu, nicht die Obergrenze auszureizen. Rechnet man die Senkung der Wassergebühren und die Erhöhung der Abwassergebühren gegen, wird es für die Breitenbacher pro verbrauchtem Kubikmeter Wasser um rund 30 Cent teurer.

Ebenfalls einstimmig haben die Parlamentarier den Grundsatzbeschluss gefasst, dass sich die Herzberggemeinde am Hessischen Kommunalinvestitionsprogramm beteiligen will. Über dieses Förderprogramm für finanzschwache Kommunen stimmt der Landtag zwar erst Ende November ab, mit dem Grundsatzbeschluss solle der Gemeindevorstand aber bereits ermächtigt werden, zeitnah reagieren und das Antragsverfahren vorantreiben zu können.

Insgesamt erwartet die Gemeinde aus Bundes- und Landesprogramm rund 232 000 Euro. Mögliche Förderprojekte wären unter anderem die energetische Sanierung des Breitenbacher Bürgerhauses oder die vorübergehende Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge im Gebäude an der Hohen Luft im Kernort.

Quelle: HNA

Kommentare