Von Blankenbach zur Tannenburg

Viele Teilnehmer auf der Burgenparaden-Etappe

Wandernd die Heimat entdecken: Mit 50 Teilnehmern aller Altersgruppen und drei Hunden machten sich die Besucher der Burgenparade auf den Weg von Blankenbach nach Nentershausen. Fotos:  Weber

Nentershausen. Vom Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Blankenbach an hatte Karl-Heinz Bernd das Kommando. Der Förster im Ruhestand aus Nentershausen kannte den Wald und die Wege rund um das Dorf wie seine Westentasche. Mit rund 50 Wanderern und drei Hunden ging es auf die 8,5 Kilometer lange Strecke über den X5H zur Tannenburg. Am so ausgeschilderten Werra-Burgensteig Hessen liegen die Burgen wie Perlen an einer Kette aufgereiht.

Burgenparade an der Tannenburg in Nentershausen

„Dieser Weg hat das Zeug, Deutschlands schönster Wanderweg zu werden“, sagt Daniela von Berlepsch, von der Werratal-Tourismus-Marketing GmbH WTM). „Bei der Wahl des Wandermagazins, liegt der Weg derzeit auf Platz zwei hinter dem Moselsteig. Aber das können wir noch ändern.“ 500 ausgefüllte Stimmkarten hat die WTM in den letzten Wochen eingesammelt. Auch bei der vierten und letzten Wanderung der Burgenparade wurde noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt. Vor drei Jahren wurde der „X5H“, der in Hannoversch Münden beginnt und bis zur Tannenberg in Nentershausen führt, als Qualitätswanderweg zertifiziert.

Den Auftakt zur Burgenparade, bei der vier Burgen an vier Sonntagen mit Besucheraktionen lockten, machte Schloss Berlepsch. Auf der Tannenberg endete die Parade. Und hier landeten die Besucher direkt im lebendigen Mittelalter. Die Tannenburg ist eine der wenigen Burgen in Hessen, die wieder wächst anstelle zu verfallen. Mit der tatkräftigen Hilfe von vielen Freiwilligen will Burgvogt Stefan Ley die Tannenburg wieder aufbauen. Die finanziellen Mittel dazu verdienen er und sein Team mit Gastronomie und Mittelalterveranstaltungen. Auf die Wanderer wartete hier eine Burgführung oder Erholung für die müden Füße auf der Terrasse bei historischer Küche.

Mit von der Partie waren etwa die Wanderfreunde Nentershausen. Bernd Prentzel und Ralf Erben gehören zu einer Gruppe, die das Wandern zu ihrem Hobby gemacht hat und gemeinsam auf Tour geht. „Der Werra-Burgensteig Hessen ist extrem abwechslungsreich und führt durch tolle Wälder“, sagte Bernd Prentzel. Auch Klaus Schneider, Wanderwart des TSV Nentershausen ist der Meinung, nicht nur für Touristen, auch für Nordhessen lohne es sich, ihre Heimat zu Fuß zu erkunden. Bürgermeister Ralf Hilmes begleitete die Wanderer und sorgte dafür, dass der Bustransfer zurück nach Blankenbach klappte.

Wer für den Werra-Burgensteig als Deutschlands schönster Wanderweg abstimmen möchte, findet alle Infos dazu unter: www.werra-burgen-steig-hessen.de oder unter www.x5h.de

Quelle: HNA

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