Langjähriger Erster Stadtrat von Rotenburg starb im Alter von 76 Jahren

Abschied vom ehemaligen Stadtrat Franz Toby

Engagierter Sozialdemokrat: Franz Toby. Archivfoto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Franz Toby ist tot. Der langjährige Erste Stadtrat von Rotenburg starb am vergangenen Samstag im Alter von 76 Jahren. Toby, der aus Großalmerode stammte, war beruflich durch die Bundeswehr nach Rotenburg gekommen. In seiner neuen Heimat engagierte er sich ehrenamtlich in vielen Bereichen.

 Seine Leidenschaft gehörte jedoch der Politik. Der Sozialdemokrat stand 26 Jahre an der Spitze der Rotenburger SPD und wurde 2012 von seiner Partei mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet.

Von 1972 bis zu seinem Ausscheiden nach der Kommunalwahl 2011 gehörte er zu den politischen Verantwortungsträgern in der Stadt. Bis 1981 war er Stadtverordneter und dabei in vielen Ausschüssen und Kommissionen tätig. Von 1981 bis 1993 war er Stadtrat und anschließend bis 2011 Erster Stadtrat und damit stellvertretender Bürgermeister. Auch dem Kreistag gehörte Toby über zwei Legislaturperioden an.

Der Verstorbene galt als Mann, der kein Blatt vor den Mund nahm. Er war geradlinig, wirkte oft ein wenig polterig, dabei aber auch immer mitfühlend. Freunde beschreiben ihn als unbedingt zuverlässig, hilfsbereit und loyal.

Anteilnahme bewies Toby nicht zuletzt bei seinem Engagement für die polnische Partnerstadt Czerwiensk, die früher einmal Rothenburg hieß, und die 1997 schwer unter einer Hochwasserkatastrophe leiden musste. Toby organisierte Hilfe und wurde zum Dank als Ehrenbürger Czerwiensks ausgezeichnet.

Bundesverdienstkreuz

Ehrungen hatte er zuhauf bekommen: Das Bundesverdienstkreuz erhielt er 2002, die Ehrenplakette der Stadt Rotenburg bekam er ebenso wie die den Titel „Ehrenstadtrat“ 2011.

Franz Toby hinterlässt Ehefrau, Tochter und Schwiegersohn sowie zwei Enkel. (sis)

Quelle: HNA

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