Abiturientin Rebecca Günther ist fasziniert von Biochemie

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Interessiert sich für Molekülverbindungen und ihre Wirkung auf den menschlichen Körper: Schülerin Rebecca Günther vor der Tafel mit dem Periodensystem der Elemente.

Rotenburg / Blankenheim. Rebecca Günther aus Blankenheim ist 18 Jahre alt und weiß ziemlich genau, was sie will. Die Chemie-Leistungskurs-Schülerin wird in diesem Jahr Abitur machen und anschließend eine Ausbildung zur Pharmakantin beginnen.

Sie gehört zu den drei Schülern der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule, die kürzlich ein Praktikum beim Pharmariesen Boehringer in Ingelheim am Rhein machen durften.

Den Molekülen, die zu Medikamenten werden und im menschlichen Körper ihre Wirkung entfalten, gilt das Interesse der zielstrebigen Schülerin. „Es ist super-spannend, wie Stoffe auf den Körper einwirken“, sagt sie. Sie liebt die Naturwissenschaften und hat festgestellt, dass der Biologieunterricht an seine Grenzen stößt. „Die Biologie hört da auf, wo meine Fragen noch weitergehen.“ Rebecca interessiert die Verknüpfung aus Chemie und Biologie, die Biochemie.

Keine blubbernden Gefäße

Zwei Wochen durften mit Rebecca Günther auch Lena Mohr und Dominik Tobi in den Labors von Boehringer verbringen, die man sich aber nicht als Räume voll blubbernder Gefäße vorstellen dürfe. „Die meisten Sachen sind durch Maschinen ersetzt.“ Rebecca erklärt, was dort geschieht. „Es geht darum, dass man Verbindungen, die es gibt, so zusammensetzt, dass sie eine gezielte Wirkung hervorbringen.“ In den Entwicklungs- und Sicherheitslabors sah Rebecca, wie Stoffe daraufhin getestet wurden, ob sie sich auch in größeren Mengen herstellen lassen.

„Wir durften da nicht eingreifen“, erzählt Rebecca, aber: Die Schüler durften beobachten und Experimente mit Stoffen machen, zum Beispiel Kochsalz auf seine Löslichkeit überprüfen. Sie sahen die Dialysemaschinen, die Stoffe auftrennen, und wurden durchs Werk geführt.

Ausbildung bei B. Braun

Rebecca Günther hat sich nebenbei, „einfach mal so“, bei B. Braun beworben und den Ausbildungsplatz zur Pharmakantin in Berlin bekommen. Jetzt freut sie sich darauf, Stadtluft zu schnuppern und anschließend vielleicht ein Mikrobiologiestudium zu absolvieren. Sie gehört zum ersten Jahrgang an der Jakob-Grimm-Schule, der das Abitur schon nach zwölf Jahren erreicht. Für sie, erklärt sie selbstbewusst, sei die verkürzte Schulzeit aber keine zu große Belastung gewesen. (zmy)

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Quelle: HNA

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