Abenteuerlicher Künstler: Ausstellung von Eckehard Dworoks im Rotenburger HKZ  

Dworok mit „Bardarbunga“: Der Ausbruch eines Vulkans hat ihn zu diesem Acryl-Bild inspiriert. Foto:  Meyer

Rotenburg. Wer Bilder von Dr. Eckehard Dworok kennt, der weiß, dass aus jedem die Begeisterung spricht, die der Rotenburger fürs Malen aufbringt. Das trifft auch zu auf die Bilder, die seine neue Ausstellung in der sogenannten Kunsthalle im Herz- und Kreislaufzentrum zeigt.

Dworoks Bilder machen Freude, weil sie mehr leisten, als nur hübsche Motive gegenständlich abzubilden. Jedes Bild ist eine Auseinandersetzung mit einer Idee, einem Ereignis, mit einer politischen oder philosophischen Frage, die er aufwerfen und unbeantwortet lassen will, damit dem Betrachter die Möglichkeit bleibt, selbst etwas mit dem jeweiligen Thema anzufangen.

Als Inspiration kann, so scheint es, alles herhalten: Hitler-Attentäter Stauffenberg, der 11. September, Islands kürzlich ausgebrochener Vulkan Bardarbunga, die Religionen und ihre Götter. Notizen und Bemerkungen neben den Bildern stellen dazu jeweils eine Verbindung her, wenn sie sich aus dem Bild allein noch nicht erschließt.

Die gleiche Abenteuerlust zeigt Dworok in der technischen Umsetzung. Da lässt er sich auf wilde Farbabenteuer ein, erzeugt bunte Mosaike oder Explosionen. Eindrucksvoll sind Dworoks Bilder, wenn er Spüli, Mehl oder Sand unter die Acrylfarben gemischt hat und mit dem Stahlschwamm auf die Kunststoffleinwand losgegangen ist. Das Porträt Stauffenbergs ist das Ergebnis einer solchen Arbeitsweise.

Was Dworoks Bilder auszeichnet, ist, dass sie alle in einem erkennbaren, wenn auch nie eindeutigen Bezug zu seinen Interessen und Anschauungen stehen. Streitbar sollen sie sein, und so wirft er in der Rede zur Eröffnung sogar kokett die Frage auf: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ So viel steht fest: Mit Dworok wird es nicht langweilig.

Die Ausstellung „Vielfalt der Farben“ im Erdgeschoss des Diagnostikgebäudes des HKZ ist im Oktober und November täglich von 8 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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