90-jähriges Bestehen

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Die Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg: Das Hauptgebäude an der Braacher Straße hat eine imposante Fassade.

Eine Bildungsstätte in Rotenburg wird 90 Jahre alt: die Jakob-Grimm-Schule. Die Lehreinrichtung, die heute eine kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe ist, wurde im Jahr 1924 als Aufbauschule gegründet. Doch die Wurzeln der Bildungsstätte liegen weiter zurück.

Dazu ein Auszug aus der Chronik von Angela Pooch: „Der Vorläufer der Jakob-Grimm-Schule war ein Königliches Lehrerinnen-Seminar, das am 14. Oktober 1912 in der prachtvollen Aula an der Braacher Straße eingeweiht wurde. 1914 übernahm Dr. Heußner aus Kassel das Amt des Direktors. Der Bildungsplan des Seminars beinhaltete die Unterrichtung in Gartenarbeit und Hauswirtschaft sowie ordentliche Leibesübungen zur Stärkung von Körper und Geist. 1924 wurde in den Räumen des Seminars die Aufbauschule und 1925 die Höhere Bürgerschule eingerichtet. 1926 erhielt die Schule den Namen „Jakob-Grimm-Schule“, den sie heute noch trägt. 1928 wurde ein dazugehöriges Schülerheim eröffnet. Während dem Zweiten Weltkrieg war die Schule ein Gefangenenlager für britischen Offiziere. Nach dem Abriss des Internatsgebäudes wurde auf dem Gartengrundstück von 1989 bis 1992 eine Großsporthalle mit dem Namen Dr. Bernhard Christoph Faust errichtet.“

Schule mit drei Standorten

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Die Jakob-Grimm-Schule stellt Schulleiterin Sabine Rimbach in ihrem Grußwort vor: „Unsere Schule ist mit derzeit 1520 Schülerinnen und Schülern und 135 Lehrerinnen und Lehrern die größte Gesamtschule im Schulamtsbezirk Bebra. Unsere Schülerschaft verteilt sich auf drei Standorte: Unser Hauptgebäude besuchen die Schüler von der Jahrgangsstufe sieben bis zu den Abiturjahrgängen. In den Jahrgängen sieben, acht und neun sind die Schüler nach Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulzweig differenziert. Der Jahrgang zehn besteht aus Realschulkassen und einer Hauptschulklasse (H10). In unserer gymnasialen Oberstufe gibt es derzeit noch Doppeljahrgänge, die den Bildungsgängen G8 und G9 folgen. Im Standort „Neue Förderstufe“ befinden sich die Klassen fünf und sechs des Gymnasialzweigs (G8-Bildungsgang) und die Förderstufenklassen fünf und sechs, die zu je zwei G- und zwei F- Klassen in so genannten „Lerndörfern“ untergebracht sind.

An unserem Schule und Betrieb (SchuB) -Standort werden einige Schülerinnen und Schüler der Klassen acht und neun des Hauptschulzweiges unterrichtet, deren Situation diese besondere Schulform nötig erscheinen lässt. Diese Schüler besuchen an drei Tagen der Woche die Schule und an zwei Tagen einen Betrieb.

Die Förderung aller Schülerinnen und Schüler liegt uns sehr am Herzen und lässt sich gerade auch im Rahmen unserer Ganztagsangebote intensiv verfolgen. Dies schließt die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und Benachteiligungen ein“, erklärt die Schulleiterin weiter.

Das 90-jährige Bestehen feiert die Jakob-Grimm-Schule mit einer Festwoche. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag, 20. Juli, um 15 Uhr in der Jakobi-Kirche gibt es am Montag um 19 Uhr Jakobs bunte Reise zu Sprache und Kultur und einen Kinonachmittag am Dienstag um 15 und 18 Uhr. Beide Veranstaltungen werden in der in Aula am Standort Braacher Straße ausgerichtet. Ein Höhepunkt der Festwoche ist ein musikalisch-literarischer Abend im Durstewitz-Saal des Herz- und Kreislaufzentrums mit dem JGS-Blasorchester am Mittwoch um 19 Uhr.

Der Festakt zum 90-jährigen Bestehen beginnt am Donnerstag um 16 Uhr in der Aula. Das Finale der Festwoche steigt am gleichen Tag um 19 Uhr mit dem Sommernachtsfest für alle Freunde und Förderer der JGS in der Bernhard-Faust Halle mit der Show- und Partyband „For Sale“. Eintrittskarten gibt es für zehn Euro im Vorverkauf und den Rest auch noch an der Abendkasse.   (zvk)

Quelle: HNA

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