380-kV-Leitung: An den Masten ändert sich im Kreis nichts

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Das Umspannwerk in Mecklar: Dort soll die umstrittene 380-kV-Leitung von Wahle enden. Archivfoto: Eyert

Ludwigsau. Die Pläne für die 380-kV-Leitung von Wahle nach Mecklar liegen seit einigen Tagen zur Vorprüfung beim Regierungspräsidium Kassel. Stromnetzbetreiber Tennet hat erklärt, die Hälfte aller Mastverschiebungsanfragen berücksichtigt zu haben. Auf den Kreis Hersfeld-Rotenburg trifft das aber nicht zu.

Laut Pressesprecher Markus Lieberknecht sind aus dem Kreis zwei Anfragen eingegangen. Beide wurden abgelehnt. Eine davon bezog sich erneut auf die Waldtangente, eine Trassenführung, die Tennet aus „planerischen und umweltfachlichen Überlegungen“ bereits verworfen hatte.

Für den Abschnitt der Höchstspannungstrasse zwischen der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze und Mecklar hätten den Netzbetreiber knapp 200 Anfragen erreicht. Knapp die Hälfte wurde berücksichtigt. Im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens ging es nur noch um die Verschiebung einzelner Masten um bis zu 100 Meter.

Das Regierungspräsidium prüft die 16 Aktenordner nun zunächst auf Vollständigkeit. Danach gehen die Unterlagen zurück an Tennet. Wann das sein wird, liege bei der Behörde. Laut Lieberknecht werden die Pläne dann noch einmal dem Runden Tisch mit Gemeinden, Grundstückseigentümern, Bürgerinitiativen und anderen Gruppen vorgestellt. Erst dann werde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. (mcj)

Quelle: HNA

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