Bis 2014 fallen die Barrieren am Bebraer Bahnhof

Bebra. Die Sanierung des Bahnhofs Bebra beginnt: Am Dienstagnachmittag waren etwa 40 Bürger und Politiker dabei, als der Abbruchhammer symbolisch die erste Wand in Angriff nahm, gesteuert von Susanne Kosinsky von der Bahn, dem Bauherrn des mit rund zehn Millionen Euro veranschlagten Projekts.

Bis zum Jahr 2014 - bisher war seitens der Stadt Bebra meist von Ende 2013 gesprochen worden - wollen die Bahn, der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und die Stadt Bebra die Modernisierung abgeschlossen haben. So sollen die Bahnsteige angehoben und der Bahnhof mit Fahrstühlen barrierefrei und modern gestaltet werden.

Die Leiterin des Regionalbereichs Mitte der DB Station & Service, Susanne Kosinsky, versprach einen stufenfrei zugänglichen Bahnhof. Die Bahn wolle nicht nur pünktlich, zuverlässig, sauber und sicher sein, sondern auch Menschen mit Kindern und Gepäck sowie Behinderten etwas bieten.

Bisher war der Bahnhof für viele nur mit Mühe nutzbar, meinte Dr. Thomas Kortenhaus vom Hessischen Verkehrsministerium. Dies entspreche nicht mehr den Erfordernissen. Obgleich der Bund für die Eisenbahninfrastruktur verantwortlich sei, könne man angesichts der Kosten nur gemeinsam etwas voranbringen. „Es grenzt an ein Wunder, dass wir heute beginnen“, sagte Korthaus.

Das unterstrich auch Bürgermeister Horst Groß. Man habe 13 Jahre benötigt, bis es nun soweit sei. Man strebe ein kleines „Gesamtkunstwerk“ an, erklärte Groß mit Hinweis auf die Kunstausstellung documenta. NVV-Geschäftsführer Wolfgang Dippel betonte die Bedeutung des Bahnhofs - für den NVV der zweitwichtigste nach dem Hauptbahnhof Kassel. Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich wünschte sich von der Bahn, die Taktung der Züge, die ICE-Halte in Bebra und Bad Hersfeld, beizubehalten und neueres Zugmaterial einzusetzen. (ank)

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Quelle: HNA

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