Heimat- und Kulturverein Bosserode hat Festplatz neu gestaltet und feierte im Regen

1000 Stunden für den Platz

Feierstunde im Regen: Auf dem umgestalteten alten Sportplatz in Bosserode stehen jetzt auch grün gestrichene Toiletten und ein Lagerhäuschen. Foto: Meyer

Bosserode. Einfallsreich, findig und vor allem fleißig waren die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins Bosserode. Über 1000 Stunden Eigenleistung haben sie in den alten Sportplatz oberhalb des Dorfes gesteckt, um ihn künftig besser als bisher für Feste und Zeltlager nutzen zu können. Pech nur, dass die Stunde der Einweihungsfeier am Freitag mit einem heftigen Unwetter zusammenfiel.

Das Gelände war einst Sportplatz, im Jahr 1996 Ort der 600-Jahr-Feier des Dorfes und wird jedes Jahr für die Sonnenwendfeier im Sommer genutzt. Umständlich war das bisher, berichtet der Vorsitzende des Vereins Armin Körzell. Denn um Strom zu haben, mussten die Bosseröder Kabel über ein eigens aufgestelltes Gerüst über die Straße verlegen. Im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße 58, so Körzell, bot sich dann vor zwei Jahren die Gelegenheit, das Gelände an die Strom- und Wasserversorgung anzuschließen.

Toiletten neu

Den Wasseranschluss besorgte die Gemeinde, den Stromanschluss der Versorger. Alles andere erledigten die Vereinsmitglieder selbst. Drei ausrangierte Betonkabinen, die einem Unternehmen als Technik-Häuschen gedient hatten, haben die Bosseröder zu Herren- und Damentoilette sowie zu einem Lagerraum umfunktioniert und sie, neu eingerichtet, gestrichen und gefliest, an einer Seite des Platzes aufgestellt. Fünf Straßenlaternen, die aus dem Dorf stammen und ebenfalls ausrangiert worden wären, sorgen rundum für Beleuchtung.

Über 100 Meter lang waren zusammengenommen die Gräben, die für die Stromkabel gegraben werden mussten.

Die Toilettenhäuschen haben die Vereinsmitglieder innen rosa beziehungsweise hellblau gestrichen - in Anlehnung an die Toiletten der alten Mehrzweckhalle, die auch so gestrichen waren. „Darüber haben wir uns immer amüsiert“, sagte Armin Körzell bei der Einweihungsfeier des Geländes.

Die 10 000 Euro, die trotz der vielen Eigenleistung erforderlich waren, hat der Verein selbst aufgebracht und über Spenden zusammenbekommen.

Der Stromversorger habe sich quer gestellt und sich geweigert, den Stromkasten auf dem Gelände zu bezahlen, so Körzell. Der Verein sei aber fest entschlossen gewesen, den Platz endlich richtig zu erschließen. Also habe man die 2000 Euro dafür aus eigener Tasche bezahlt. (zmy)

Quelle: HNA

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