Wochenendporträt: Wieder hautnah am Geschehen

Kurt Lindhof ist neuer Werksleiter bei K+S

Führungstrio ist wieder komplett: Kurt Lindhof (Mitte) ist seit April neuer Werksleiter für den kaufmännischen Bereich und Controlling im K+S Werk Werra. Das Bild zeigt ihn mit seinen Werksleiter-Kollegen Roland Keidel (links) und Christoph Wehner vor dem Förderturm des Standorts Hattorf bei Philippsthal. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Als Kurt Lindhof seine Stelle als neuer Werksleiter im K+S-Werk Werra angetreten hat, war das für ihn zugleich eine Rückkehr ins Kalirevier an Werra und Ulster.

Bereits von 1995 bis 1998 war der gebürtige Niedersachse als kaufmännischer Leiter im Kaliwerk Unterbreizbach tätig, das 1997 mit weiteren K+S-Standorten zum Werk Werra zusammengeschlossen wurde. Seit Anfang April komplettiert der 60-Jährige in diesem Werk das dreiköpfige Leitungs-Team. Dort hat Lindhof die Verantwortung für den kaufmännischen Bereich und Controlling von Christoph Wehner übernommen. Der wiederum konzentriert sich künftig auf den Bereich Umwelt, Genehmigungen und Arbeitssicherheit, den er seit dem Wechsel von Dr. Rainer Gerling nach Kassel in Personalunion betreut hatte. Roland Keidel ist weiterhin zuständig für Produktion und Technik. Seine berufliche Laufbahn hat Lindhof im Jahr 1971 mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann beim Stahlkonzern Salzgitter AG in seiner Heimatstadt begonnen. Nach Fachoberschule und Studium zum Diplom-Kaufmann fing er 1980 am Standort Sigmundshall bei K+S an.

Seither ist der 60-jährige weit in dem Bergbau-Konzern herumgekommen – nicht nur an verschiedenen deutschen Standorten. Als Finanzleiter hat Lindhof von 2009 bis 2013 in Chicago das Nordamerikageschäft des Unternehmens betreut. Vor seinem Wechsel ins Werratal war der Niedersachse als Leiter der Finanzabteilung der K+S Kali GmbH am Hauptsitz Kassel tätig.

Dass er im Werk Werra manchen „alten Bekannten“ von früheren Stationen wiedertreffe, habe ihm den Einstieg erleichtert. Durch seinen vorherigen Einsatzort in der Kasseler Zentrale sei er mit vielen Themenfeldern ohnehin vertraut. „Hier bin ich aber hautnah dran“, verdeutlicht der neue Werksleiter. Lindhofs Start fällt in schwierige Zeiten, in denen das Unternehmen wegen seiner salzhaltigen Abwässer in der Kritik steht und um Genehmigungen für die Entsorgung ringt. Immerhin sei die Absatz-Situation derzeit gut, betont Kurt Lindhof – wenn auch bei niedrigen Preisen. Deshalb ärgern sich der 60-Jährige und seine Werksleiter-Kollegen, dass K+S von Kritikern unterstellt wird, mit Kurzarbeit und Produktionsstopps in Wahrheit nicht begrenzten Entsorgungskapazitäten für Produktions- und Haldenwässer, sondern Absatzproblemen begegnen zu wollen. „Wir brauchen jede Tonne“, betont er.

Neben dem kaufmännischen Schwerpunkt fallen in den Aufgabenbereich des neuen Werksleiters auch Themen wie das betriebliche Gesundheitsmanagement, dem Lindhof einen hohen Stellenwert zumisst.

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