"Lösung zweiter Wahl"

Verkehrsinsel wird schmaler: Kreuzung B 62/Ulsterstraße in Philippsthal soll umgebaut werden

Gefährliche Kreuzung: An der Einmündung der Ulsterstraße auf die B62 kommt es zu Staus und brenzligen Situationen. Jetzt soll die Verkehrsinsel verschmälert werden, damit sich zwei Autos nebeneinander einordnen können. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Auch wenn die Philippsthaler Gemeindevertreter am Montagabend während ihrer Sitzung im Waltradeberghaus einstimmig bei einer Enthaltung der Umgestaltung der Verkehrsinsel an der Kreuzung B 62/Ulsterstraße zugestimmt haben, war von einer Lösung zweiter Wahl die Rede.

Tatsächlich hätten die Mandatsträger an dieser Stelle einen Kreisverkehr favorisiert. Der sei aber laut Hessen Mobil nicht genehmigungsfähig, berichtete Bürgermeister Ralf Orth. Zum einen, weil nur zwei nachrangige Straßen einmünden, zum anderen, weil der Kreisel bei einem Rückstau von der Ampelkreuzung am Zollhaus blockiert würde. Zum Brennpunkt ist die Kreuzung geworden, nachdem durch die Eröffnung von zwei Lebensmittelmärkten an der Ulsterstraße das Verkehrsaufkommen zunahm. Hinzu kommt auf der gegenüberliegenden Seite die neue Straße „An der Flutbrücke“, über die weitere Einkaufsmärkte erreichbar sind. Im Querverkehr kommt es zu brenzligen Situationen und auf der Ulsterstraße bilden nach dem Schichtwechsel in den angrenzenden Betrieben Staus.

Anstelle des Kreisels hatte Hessen Mobil der Marktgemeinde Veränderungen an der Verkehrsinsel sowie eine auf der gegenüberliegenden Seite eine zusätzliche Parkplatz-Ausfahrt auf Höhe des Rossmann-Drogeriemarktes vorgeschlagen. Sebastian Richardt vom Planungsbüro Iffert legte den Gemeindevertretern nahe, sich zunächst auf die Insel zu konzentrieren. Durch eine Verschmälerung sollen sich sechs Fahrzeuge nebeneinander einordnen können, der Rechtsabbieger-Verkehr dadurch flüssiger laufen. Weil es sich um Privatgelände handele, sei die zusätzliche Parkplatzausfahrt rechtlich schwierig umzusetzen, könne aber ins Auge gefasst werden, falls der Umbau der Verkehrsinsel alleine nicht den gewünschten Erfolg bringe. Allerdings betonte der Planer: „Eine Ideallösung wird es nicht geben“.

Für die FWG verwies Anja Zilch auf den Kreisel am Eichhof in Bad Hersfeld. Die Fraktion wollte im Protokoll vermerkt wissen, dass das oberste Ziel weiterhin ein Kreisel sei. Andreas Nennstiel (SPD) bezeichnete das als Populismus – schließlich habe Hessen Mobil unmissverständlich klar gemacht, dass es den nicht geben werde. Für die CDU regte Matthias Noll ein zusätzliches Parkverbot für Lastwagen auf der Ulmenstraße an.

Der etwa 10 000 Euro teure Umbau der Verkehrsinsel wurde auf Anregung des Bauausschusses schließlich mit dem Zusatz beschlossen, dass sich die Gemeinde weiterhin um eine Verbesserung der Verkehrssituation bemüht – insbesondere für die Fußgänger, die zwischen den Einkaufsmärkten die B 62 überqueren.

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