43 Tonnen am Haken im Werk Werra

K+S: Großkomponente für Aufbereitungsanlage in elf Metern Höhe eingesetzt

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Hoch hinaus: Am Kranhaken schwebte das 43 Tonnen schwere Ausrührgefäß für die KKF-Anlage nach oben und wurde in elf Metern Höhe ins Stahlgerüst eingesetzt.

Philippsthal. Es geht mit großen Schritten voran: Sechs Wochen nach dem Richtfest für die Kainitkristallisation mit anschließender Flotation, (KKF), ist der erste Bauabschnitt der Anlage am Standort Hattorf des Kaliwerkes Werra fertiggestellt.

Der Stahlbau ist zu einem Sechstel montiert und auch die ersten zehn Großkomponenten der Anlage wurden bereits eingefügt. Am Mittwoch wurde ein 43 Tonnen schwerer Behälter, ein sogenanntes Ausrührgefäß, in elf Metern Höhe eingehängt. Der Behälter hat einen Durchmesser von sechs und eine Länge von zwölf Metern.

Im Zeitplan

Behutsam wurde er mit zwei Kränen vom Tieflader aufgerichtet, in die Höhe gezogen und dann passgenau neben zwei andere Großkomponenten eingesetzt. Knapp eineinhalb Stunden dauerte die Aktion. „Wir sind mit dem Bau der neuen KKF-Anlage absolut im Zeitplan und die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Firmen geht Hand in Hand“, sagt Projektingenieur Matthias Jacob.

Huckepack: Per Tieflader war der Stahlbehälter von Lengers nach Philippsthal gebracht worden.

Wie bei allen Maßnahmen hat das Werk Werra auch beim Bau der KKF-Anlage wieder viele Firmen aus der Region beteiligt: Der eingesetzte Behälter etwa wurde von der Firma Ebner in Leibolz geplant und bei Messer in Lengers gefertigt. In der Nacht vor der Montage wurde der Koloss per Sondertransport von der Firma CC Bäuml aus Schlitz von Lengers nach Philippsthal angeliefert. Vor Ort kümmerte sich die Firma H&S Autokran aus Wildeck um die Kranarbeiten. Bis September werden 60 Prozent der Apparate der KKF-Anlage verbaut sein. Dann erfolgt der weitere Stahlbau, bevor im Februar kommenden Jahres die verbleibenden 40 Prozent der Großkomponenten in die Anlage eingefügt werden. Die neue KKF-Anlage soll Anfang 2018 ihren Betrieb aufnehmen.

Mit dem Bau der KKF-Anlage soll die Salzbelastung im Flusssystem Werra-Weser weiter reduziert und zugleich die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze und Standorte im hessisch-thüringischen Kalirevier gesichert werden. Nachdem K+S mit dem Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz die Abwassermenge des Verbundwerkes Werra halbiert hat, soll die Abwassermenge mit der neuen Aufbereitungsanlage nochmals um 1,5 auf insgesamt 5,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr reduziert. Das Unternehmen investiert in die Anlage 165 Millionen Euro. (ko)

Ausrührgefäß für die KKF-Anlage am K+S-Standort Hattorf wird montiert

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