Stillstand in Hattorf – Unterbreizbach folgt

K+S stoppt wieder die Produktion

Philippsthal. Aufgrund der anhaltend geringen Niederschläge muss die Kaliproduktion am Standort Hattorf des Kaliwerkes Werra ab Himmelfahrt erneut eingestellt werden. Der Standort Unterbreizbach kann bei der derzeitigen trockenen Wetterlage höchstens noch bis zum Sonntag, 8. Mai, in Betrieb bleiben.

Wegen der derzeit nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Möglichkeit, Salzabwässer im Rahmen einer Übergangsregelung zu versenken, ist das Werk Werra bei der Entsorgung der Halden- und Produktionsabwässer sehr stark von der Wasserführung der Werra abhängig. Diese ist seit Tagen rückläufig und auch die aktuellen Prognosen lassen keine Trendänderung erwarten, teilt das Unternehmen mit.

Grenzwerte einhalten

Die Einleitung in den Fluss ist unter Einhaltung der genehmigten Grenzwerte daher so begrenzt, dass die vorübergehende Einstellung von Teilen der Produktion unvermeidbar wird. Die zur Verfügung stehenden Speicherbecken sind entweder gefüllt oder müssen für die Aufnahme der produktionsunabhängig anfallenden Haldenwässer vorsorglich freigehalten werden, heißt es in der K+S-Mitteilung weiter.

Für 650 betroffene Mitarbeiter an den hessischen Standorten Hattorf und Grube Hattorf-Wintershall sowie rund 300 Mitarbeiter an den thüringischen Standorten Unterbreizbach und Merkers wird die Kurzarbeit in Anspruch genommen. Am Standort Wintershall kann die Produktion zunächst noch fortgesetzt werden.

„Die jetzt erneut notwendig gewordene Produktionseinstellung ist leider unumgänglich. Sie verlangt den Mitarbeitern, aber auch dem Unternehmen, viel ab. Wir bauen darauf, dass es uns recht bald möglich ist, mit verlässlich verfügbaren Entsorgungswegen wieder durchgängig produzieren zu können und so den Mitarbeitern die erforderliche Sicherheit zu geben“, sagt Werksleiter Roland Keidel. (red/rey)

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