Großeinsatz bei Philippsthal

Stall brennt ab: 21 Rinder sterben in den Flammen

+
In Vollbrand: Die Feuerwehrleute konnten den Stall auf dem Philippsthaler Siechenberg nicht mehr retten.

Philippsthal. Ein Stallgebäude auf dem Philippsthaler Sichenberg ist am Sonntagmorgen vollständig abgebrannt. 20 Rinder starben in den Flammen.

Zuletzt aktualisiert um 18 Uhr.

Kurz vor 8 Uhr waren die Feuerwehren zu dem einzeln in der Feldflur stehenden Gebäude alarmiert worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Offenstall aus Holz bereits komplett in Flammen. Eine dunkle Rauchsäule quoll empor und legte sich über das Werratal.

Für die 20 Rinder und einen Bullen kam zu diesem Zeitpunkt bereits jede Hilfe zu spät. Sie verbrannten ebenso wie in dem offenen Stallgebäude gelagertes Heu und landwirtschaftliche Maschinen. Zwei Kälbchen hatten es offenbar geschafft, durch die Umzäunung zu schlüpfen. Während eines der Tiere laut Gemeindebrandinspektor Holger Klotzbach das Feuer offenbar weitgehend unbeschadet überstanden hat, soll sich das Schicksal des zweiten Tieres nach einer erneuten Untersuchung durch den Tierarzt am Abend entscheiden.

Immer wieder griffen Windböen unter die Platten des Daches und fachten die Flammen erneut an.  

Erschwert wurde der Einsatz außerdem, weil das Gebäude weit außerhalb von Philippsthal in der Feldgemarkung auf dem Siechenberg liegt. Das Löschwasser musste deshalb im Pendelverkehr auf den Siechenberg gebracht werden. Neben der Philippsthaler Wehr waren auch die Tanklöschfahrzeuge aus Vacha, Heringen und Schenklengsfeld im Einsatz.  

Die Feuerwehren aus Röhrigshof und Heimboldshausen bauten zudem eine Schlauchleitung vom nächsten erreichbaren Hydranten am Thalhäuser Weg auf. Im Laufe des Tages wurde die Feuerwehr Harnrode zur Unterstützung alarmiert. Zudem mussten von der Feuerwehr Friedewald Reserveschläuche angefordert werden, da alle Schläuche der Philippsthaler Wehr  im Einsatz waren. Die Bereitschaft des DRK versorgte die Helfer. Mitarbeiter der Gemeinde Philippsthal hielten die Wege auf dem Siechenberg mit Streufahrzeugen eisfrei. Insgesamt waren 75 Einsatzkräfte vor Ort.

Die Löscharbeiten dauerten bis zum Nachmittag an. Mit dem LKW-Ladekran des Gemeindebauhofs zogen die Einsatzkräfte die Reste der Heuballen aus den qualmenden Trümmern hervor und löschten die Glutnester ab. Den Schaden gab die Polizei vorerst mit 50.000 Euro an.

Warum das Gebäude, das über keinen Stromanschluss verfügt, in Brand geriet, ist bisher unklar. Die Polizei hat die Brandstelle beschlagnahmt. (jce)

Stall bei Philippsthal abgebrannt

 

 

Kommentare