Der Kfz-Meister spricht vor Veranstaltung in Philippsthal über die Faszination von Oldtimern

Nostalgie und Liebhaberei: Interview mit Uwe Kondziella

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Selbst ein Oldtimerfan: Uwe Kondziella, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Philippsthal, organisiert mit dem Team der Oldtimerfreunde den Oldtimertag am Sonntag, 5. Juni, im Schlosspark. Das Bild zeigt ihn mit seinem Mercedes 190 B Ponton.

Philippsthal. Das Automobil fasziniert viele Menschen. Vor allem „Oldies“ ziehen die Blicke auf sich. Am Sonntag, 5. Juni, ist wieder Oldtimertag im Philippsthaler Schlosspark. Uwe Kondziella, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Philippsthal, hofft mit dem Organisationsteam der Oldtimerfreunde auf „Kaiserwetter“. Über die Faszination alter Automobile sprachen wir mit dem selbstständigen Kfz-Meister.

Im ganzen Land investieren Sammler und Oldtimerclubs viel Zeit, Geld und vor allem Arbeit in die Pflege von Oldtimern. Was ist der besondere Reiz an der Faszination dieser Automobile? 

Uwe Kondziella: Nostalgie, wir werden ja auch nicht jünger, Erinnerung an die Kindheit und an die Jugend. An ruhigere Zeiten. Kulturgut sollte gepflegt werden und Nachwuchs für das Hobby Oldtimer begeistert werden.

Die Welt der Oldtimer ist also auch eine Möglichkeit, um dem grauen Alltag zu entfliehen? 

Kondziella: Auf jeden Fall. Beim Oldtimerfahren und Schraubendrehen an den Fahrzeugen, geht vieles ruhiger ab und der Alltagsstress wird abgebaut.

Die aktuellen Autos vieler Fahrzeugmarken sehen fast gleich „langweilig“ aus. Sind die Designer heute einfallsloser und wurden früher schönere Autos gebaut? 

Kondziella: Heute zählt der CW-Wert mehr, als das Aussehen. Spritsparen um jeden Preis, denn wir müssen an unsere Umwelt denken. Da bleibt wenig Spielraum für Design. Das soll aber nicht heißen, dass es heute keinen schöne Autos gibt.

Viele Liebhaber des Automobils sehen Oldtimer auch – oder nur – als Wertanlage. Was sagen Sie zu der exorbitanten Preisentwicklung mancher Fahrzeugmarken auf dem Oldtimermarkt? 

Kondziella: Sehen wir mal zur Techno Classic nach Essen, wo fast nur sehr hochpreisige Fahrzeuge zu finden sind. Hier auf unserem Treffen geht es mehr um Nostalgie und Liebhaberei. Sicherlich haben auch hier sehr viele Fahrzeuge einen sehr hohen Wert. Diese Fahrzeuge werden aber noch bewegt, wogegen es bei den Sammlern nur darum geht, das Fahrzeug als Wertanlage zu haben. Bei den sogenannten Garagen-Funden wird es auch immer weniger, der Markt stabilisiert sich von selber.

Wie schafft es die Werbegemeinschaft Philippsthal immer wieder, die Besucher mit so einem interessanten Tag rund um das Automobil zu begeistern und was wünschen Sie sich für den Oldtimertag? 

Kondziella: Der Oldtimertag ist mit einem enormen Aufwand verbunden. Fast mehr als bei unserer Fachausstellung PhiFA. Es müssen über 100 Helfer mobilisiert werden. Ohne sie wäre das Treffen nicht möglich. Wir wünschen uns einen trockenen und warmen Tag, so dass er sehr kurzweilig wird und dass unsere Besucher, Aussteller und das Helferteam am Abend zufrieden den Platz im Schlosspark verlassen. Mit dem Resümee, wir kommen gerne wieder nach Philippsthal zu den Veranstaltungen.

Von Ludger Konopka

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