Parlament stimmt Bauvoranfrage zu

Neuer Eingang für die Schlosskirche

Soll saniert und umgebaut werden: In den derzeit leerstehenden Räumen des Südflügel der Philippsthaler Schosskirche (im Vordergrund) könnte künftig die Dienstwohnung des Pfarrers untergebracht werden. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Der Schosskirche in Philippsthal steht eine umfangreiche Sanierung bevor.

Für eine entsprechenden Bauvoranfrage der evangelischen Kirchengemeinde hat die Philippsthaler Gemeindevertretung während ihrer Sitzung am Montagabend in Harnrode grünes Licht gegeben – auf Anregung des Bauausschusses sowie der CDU-Fraktion allerdings mit einigen Bedingungen. Schon seit längerem plant die Kirchengemeinde umfangreiche Änderungen an dem historischen Gebäude. So sind im Untergeschoss Toilettenanlage und Technikräume vorgesehen. Mittel- und Seitenschiff sollen als großer Gemeindesaal für bis zu 100 Personen genutzt werden können. In der ehemaligen Fürstenloge im Südflügel könnte ein Gemeinderaum für 40 Personen entstehen, Ober- und Dachgeschoss dienen künftig als Pfarrerdienstwohnung mit angrenzendem Pfarrbüro im westlichen Turmbereich. Weiterhin soll auf der Westseite in Richtung des Biergartens der Gaststätte Klosterkeller ein barrierefreier Nebeneingang durch die Fürstengruft geschaffen werden. Für die Erschließung des Südflügels ist ein neuer Hauptzugang auf östlicher Seite angedacht. Die gemeindlichen Flächen, die für diese Zugänge benötigt werden, müssen von in einem gesonderten Verfahren öffentlich gewidmet werden. Da es im Bereich des Biergartens keine genehmigte Planung gibt, muss die Marktgemeinde hier ebenfalls bauordnungsrechtlich tätig werden. Auf Empfehlung des Bauausschusses legen die Gemeindevertreter Wert darauf, dass der Weg zum neuen Kircheneingang optisch von der Fläche des Biergartens abgegrenzt wird. Ferner soll dafür Sorge getragen werden, dass die Kosten für den Zugang nicht zu Lasten der politischen Gemeinde gehen. Und für die Zufahrt zur Pfarrerdienstwohnung über die vorhandene Einfahrt in den Schlosspark kommt eine Versetzung der Schranke für das Gremium nicht in Frage. Auf Anregung der CDU soll zudem vertraglich geregelt werden, zu welchen Zeitpunkten der Zugang zur Fürstengruft für die Öffentlichkeit geöffnet wird, um eine Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebes im Klosterkeller zu verhindern.

Stromtankstelle prüfen

Bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung aus der SPD-Fraktion wurde der Gemeindevorstand zudem beauftragt, die Errichtung einer Tankstelle für Elektroautos und -fahrräder zu prüfen. Christdemokraten und FWG hatten dazu zwei fast gleichlautende Anträge eingereicht. Das sorgte bei der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ulrike Wenig als Urheberin des zuerst eingereichten Antrags für Befremden. Beide Fraktionen einigten sich jedoch darauf, das Vorhaben als gemeinsamen Antrag zu behandeln. Für die SPD kündigte Heiner Reuber ein nicht einheitliches Abstimmungsergebnis seiner Fraktion an, weil es unterschiedliche Auffassungen über den ökologischen Nutzen von Elektrofahrzeugen und deren Förderung durch die öffentliche Hand gebe. (jce)

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