Projekt zur Salzwasserreduzierung verzögert sich um einige Wochen

K+S: Hersteller von Aufbereitungsanlage ist insolvent

Philippsthal. Rückschlag für K+S beim Bau der Kainit-Kristallisation mit anschließender Flotation (KKF-Anlage) am Standort Hattorf: Die mit dem Bau der Aufbereitungsanlagen und Rohrbrücken beauftragte österreichische Firma Kresta Anlagenbau hat Ende Juli Insolvenz angemeldet.

Das bestätigte K+S-Pressesprecher Ulrich Göbel auf Anfrage unserer Zeitung. Der Düngemittelproduzent befinde sich über eine österreichische Kanzlei im Kontakt zum Insolvenzverwalter, erläutert Göbel. „Projektleitung und Einkauf kümmern sich um einen geeigneten Ersatz für den ausgefallenen Auftragnehmer. Erste Teilaufträge wurden bereits neu vergeben“, so der Unternehmenssprecher. Die Arbeiten anderer Gewerke an dem Projekt seien nur in geringem Maße betroffen und würden planmäßig fortgesetzt. Wie stark sich die für Ende 2017 geplante Fertigstellung der Anlage durch die Insolvenz verzögere, sei noch nicht exakt zu beziffern. Göbel geht derzeit von voraussichtlich einigen Wochen aus.

Mit einem Volumen von 165 Millionen Euro ist die KKF-Anlage die größte Einzelinvestition von K+S in die Reduzierung flüssiger Produktionsrückstände. Mit ihrer Hilfe soll die entstehende Abwassermenge um weitere 1,5 Millionen Kubikmeter jährlich verringert und insgesamt 500 000 Tonnen Salzabfälle eingespart werden.

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