Ton-Boden und Schwermetalle bereiten Probleme

Halde Hattorf: K+S fängt Wasser auf

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Die Arbeiten haben begonnen: Im Wolfsgraben bei Unterbreizbach lässt K+S derzeit eine Pumpstation bauen, die das mit Schwermetallen belastete Wasser auffangen soll.

Philippsthal/Unterbreizbach. Der Düngemittelhersteller K+S setzt erste Maßnahmen gegen den Austritt schwermetallbelasteter Quellwässer im Umfeld der Hattorfer Abraumhalde um.

Im Wolfsgraben bei Unterbreizbach entsteht derzeit eine Pumpstation, an der das austretende Wasser ab November in Containern gesammelt und mit Traktorgespannen zur Reinigung und Verwertung im Produktionsprozess zum Standort Unterbreizbach gebracht werden soll.

Bis Ende 2017 soll das Quellwasser unterirdisch per Liniendrainage aufgefangen und per Rohrleitung in die Fabrik des Standorts Hattorf gepumpt werden. Zusätzliche Brunnenschächte sollen zudem ein Trinkwasserschutzgebiet in Unterbreizbach schützen. Hauptursache ist laut K+S die spezielle Zusammensetzung des Bodens unter der Halde.

Die in einer Tonschicht natürlich enthaltenen Schwermetalle werden durch salzhaltiges Sickerwasser freigesetzt. Die Beschaffenheit des Bodens bereitet K+S auch bei der geplanten Haldenerweiterung Probleme. Nach Auskunft des Regierungspräsidiums Kassel seien die Pläne des Unternehmens in ihrer bisherigen Form nicht genehmigungsfähig. K+S überarbeitet derzeit die Antragsunterlagen und geht davon aus, im kommenden Jahr die erste Teilfläche beschütten zu können. (jce)

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