Feuerwehrhaus Philippsthal muss langfristig ersetzt werden

Einst modern, heute nicht mehr zeitgemäß: Das Philippsthaler Feuerwehrhaus muss langfristig durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1958 galt das Feuerwehrgerätehaus an der Vachaer Straße in Philippsthal als eines der modernsten in der Region, mittlerweile entspricht es nicht mehr den aktuellen Vorschriften.

Seit dem Jahr 2009 bemängelt der technische Prüfdienst das Gebäude. Während ihrer Sitzung am Montagabend haben die Gemeindevertreter deshalb einstimmig der Aufnahme eines Neubaus in die Prioritätenliste zugestimmt. Das bedeute aber nicht, dass in absehbarer Zeit zwangsläufig die Bagger rollen, wie Bürgermeister Ralf Orth und die übrigen Redner betonten. Vielmehr sei dieser Schritt Voraussetzung, um für einen möglichen Neubau Fördergeld zu erhalten. Zudem gelte es, gegenüber der Unfallkasse zu verdeutlichen, dass die Gemeinde eine Verbesserung der Situation beabsichtige, um eine Stilllegung zu verhindern. Sein Herz hänge zwar am bisherigen Standort in der Ortsmitte, betonte der Rathauschef. Nach den neuesten Richtlinien reichte dort aber die Fläche nicht aus, weshalb ein anderer Standort ins Auge gefasst werden müsse.

Finanziell angeschlagen

Gebaut werden könne aber nur, wenn die Kassenlage der Gemeinde es zulasse. Dass es um die Finanzen der Gemeinde aktuell nicht rosig bestellt ist, wurde im Bericht zum Haushaltsvollzug deutlich. Zu Buche schlagen die Neuregelung des kommunalen Finanzausgleichs (1,7 Millionen Euro), die Neuzerlegung der Gewerbesteuer mit Hohenroda (etwa 12 Millionen Euro), der Gewerbesteuer-Ausfall durch die Krise bei K+S (10 Millionen Euro). Durch mögliche Verfehlungen bei Baumaßnahmen zwischen 1994 und 2007 drohen zudem Fördergeld-Rückzahlungen in Höhe von 890 000 Euro. Besserung ist vorerst nicht in Sicht: Sollte sich die Situation bei K+S, dem größten Arbeitgeber nicht ändern, gingen die künftigen Gewerbesteuer-Vorauszahlungen gegen null, prognostizierte der Rathauschef.

Ebenfalls einstimmig haben die Gemeindevertreter der Eintragung einer Grundschuld auf ein gemeindliches Grundstück zugestimmt. Sie ist Voraussetzung für ein Darlehen von maximal 35 600 Euro, das der VfL Philippsthal zur abschließenden Finanzierung der Sportlerheim-Erweiterung benötigt. Die Fußballer müssen sich an von der Gemeinde aufgestellte Regularien halten. Dazu gehört unter anderem eine monatliche Mindesttilgung von 350 Euro.

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