Familienforschung: Auf der Suche nach verlorenen Söhnen und Töchtern

Familie Zülch sucht nach Mitgliedern - Spuren führen nach Philippsthal

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Philippsthal. Der Familienverband Zülch, der möglicherweise seine Keimzelle in Sontra hat, sucht nach weiteren Angehörigen. Recherchen haben ergeben, dass in den Kreisen Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg, Homberg-Efze und Kassel, zahlreiche Nachkommen der Zülch aus Sontra leben müssten.

Neben der Produktion und dem Handel von Schafwolle und Leinentüchern, wie sie im Kurfürstentum Hessen von der „Feintuchfabrik Braun“ in Hersfeld und der „Damast und Feinleinenmanufaktur Arnold und Götze“ in Kassel produziert und verarbeitet wurden, etablierte sich um 1800 auch die Herstellung von Baumwollprodukten. So wurde im Mühlhof Nippe bei Philippsthal ab 1814 auch eine Baumwollspinnerei eingerichtet.

Aus Akten des Staatsarchivs Marburg geht hervor, dass einer der Pioniere der Hofprediger und Metropolitan Jeremias Zülch aus Philippsthal war. Dieser stammte aus dem alten Lohgerber- und Bürgermeistergeschlecht Zülch aus Sontra, welches sich in ganz Hessen ausgebreitet hat und in enger Beziehung zum Hof stand. Viele Bürgermeister und Geistliche stammen aus dieser Familie und prägten die Geschichte des Landes.

1925 gründeten die Nachfahren des Jeremias Zülch einen Familienverband, der heute 125 Mitglieder zählt und die Beziehungen aller Nachkommen pflegt. Seit 2008 wird er durch Christian Klobuczynski vom Institut für angewandte Biografie- und Familienforschung Kassel begleitet, der nicht nur das 1937 herausgegebene Familienbuch fortführt, sondern so manche spannende Geschichte in den Archiven ausgräbt.

Der Familienverband freut sich über neue Mitglieder, so dessen Koordinator für Familienforschung, Temmo Dittmer aus Fuldatal. Er und sein Hausgenealoge sind auf der Suche nach verlorenen Söhnen und Töchtern. (red/ank)

Kontakt: Temmo Dittmer, Telefon 0178-9721111, oder Christian Klobuczynski, IBF-Kassel (klobuczynski@ibf-kassel.de)

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