Bohlen lockt neue Gäste an

Erlebnisbergwerk Merkers verzeichnet nach DSDS-Show mehr Besucher

+
Fernsehsendung wirkt nach: Ulf Schmidt, Hartmut Baumert und Silke Behrens (von links) hoffen, dass die DSDS-Show mit Pop-Titan Dieter Bohlen (kleines Bild) als Besuchermagnet für das „Erlebnis Bergwerk“ Merkers wirkt.

Merkers. Im April stieg die erste Show von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) mit zehn Kandidaten 500 Meter unter der Erde – im größten und tiefsten Konzertsaal der Erde im Erlebnisbergwerk Merkers. Der RTL-Show gelang damit der Sprung ins Guinness-Buch der Rekorde.

Rekordverdächtig sind zurzeit auch die Anmeldungen für Führungen. Das bestätigen Bergwerks-Chef Hartmut Baumert, Silke Behrens (Marketing) und Mitarbeiter Ulf Schmidt. Er war es auch, der die zehn Kandidaten durchs Bergwerk führte. Auffällig viele Firmen hätten angefragt. Sie wollten ihre Mitarbeiter gern an den Ort unter der Erde führen, wo erst kürzlich Pop-Titan Dieter Bohlen mit der DSDS-Jury agierte. Baumert hofft, dass der Ansturm anhält. Durchschnittlich knapp 80 000 Besucher zählt das „Erlebnis Bergwerk“ zurzeit jährlich. Und alle Akteure, selbst Dieter Bohlen mit den Jurykollegen H.P. Baxxter, Vanessa Mai und Michelle seien vom Bergwerk sehr angetan gewesen. Die Produktionsfirma habe angedeutet, dass es nicht das letzte Zusammentreffen sein könnte.

Solchen Plänen werde sich das „Erlebnis Bergwerk“ nicht verschließen, auch wenn die TV-Show die Mitarbeiter stark gefordert habe. Die Sendung habe den besonderen Bedingungen im Bergwerk angepasst werden müssen. Dabei habe ihn erstaunt, wie viel Verständnis die DSDS-Leute für die Sicherheitsbestimmungen im Bergwerk hatten.

Trotzdem wurden die Techniker vor besondere Herausforderungen gestellt. Beispielsweise die Akustik, von der die Besucher der Live-Veranstaltung so begeistert waren, sei im Konzertraum in Merkers nicht einfach zu beherrschen. Die gesamte Technik im Bergwerk wurde abgebaut und extra für DSDS 360 Scheinwerfer und 100 Lautsprecher installiert. Ein riesiger Kraftakt sei auch gewesen, die Bühnentechnik mit dem Förderkorb nach unten zu bringen, berichtet Ulf Schmidt. Bis zur Aufzeichnung waren bis zu 200 RTL-Leute im Schacht. Teilweise wurde dreischichtig gearbeitet. 900 Besucher mussten einfahren. Eigentlich wenig, da bei großen Konzerten 1400 Zuhörer in der Grube sind. Aber es gab immer wieder große Wartezeiten.

Manchem Gast sei nicht bewusst gewesen, dass man während des Drehs nicht aufstehen durfte. Auch der Weg zu den Toiletten des Erlebnisbergwerkes war versperrt. Es duften nur die von DSDS benutzt werden, weil die Besucher ansonsten durchs Bild gelaufen wären.

Übrigens: Weder die Kandidaten noch die Jury mussten unter Tage Helm tragen. Sie wurden in geschlossenen Wagen gefahren, schließlich musste die Frisur sitzen.

Kommentare