Erhalt des Kali-Bergbaus in der Region ist das Ziel

Solidaritätsaktion der Werbegemeinschaft Philippsthal: Betriebe zeigen Flagge für K+S

+
Klares Bekenntnis: Die Mitglieder der Werbegemeinschaft Philippsthal zeigten mit vielen Freunden Flagge für Kumpel und K+S: Im Schlosspark standen alle hinter dem Banner „Wenn das Kaliwerk Werra stirbt, dann stirbt auch die Region.“ Foto:

Philippsthal. Das war ein klares Bekenntnis: Am Mittwoch traf sich die Werbegemeinschaft Philippsthal im Schlosspark, um sich öffentlich solidarisch mit den Kali-Kumpeln im Werratal zu erklären.

Gekommen waren viele Mitglieder und Freunde. Der Vorsitzende Uwe Kondziella betonte: „Dies zeigt doch, dass man begriffen hat, wie wichtig der größte Arbeitgeber für unsere Region ist. Der Satz ,Wenn das Kaliwerk Werra stirbt, dann stirbt auch die Region´ ist nicht einfach nur ein Slogan, sondern bittere Wahrheit“, verdeutlichte Uwe Kondziella. Ein möglicher Verlust der Kali-Arbeitsplätze betreffe die ganze Wirtschaft der Region.

Kondziella: „Wir möchten deshalb hier und heute allen Kali-Kumpeln klar zeigen, dass wir hinter ihnen stehen. Jetzt sind die Politik und die Umweltschützer gefragt, gemeinsam mit K+S eine vernünftige Lösung mit Augenmaß zu finden.“ Immerhin gehe es an den vier Standorten im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und im Wartburgkreis um 4400 Kali-Arbeitsplätze und weitere 3000 mittelbar an die Kali-Industrie gebundene Stellen. Unter Einrechnung der zugehörigen Haushalte sicherten somit rund 16 000 Menschen ihre Existenzgrundlage vollständig oder überwiegend durch den Kalibergbau. Auch die Werksleiter Christoph Wehner, Roland Keidel und Betriebsratsvorsitzender Harald Döll waren vor Ort. „Wir sind dankbar für die Solidarität der Menschen in der Region. Gleichwohl benötigen wir sehr kurzfristig Unterstützung, um die täglich anfallenden Produktionsabwässer entsorgen zu können“, machte Christoph Wehner deutlich.

Bürgermeister Ralf Orth begrüßte seine Amtskollegen Roland Ernst (Unterbreizbach), Dirk Noll (Friedewald), Andre Stenda (Hohenroda), Martin Müller (Vacha), Daniel Iliev (Heringen), Stefan Gensler (Schenklengsfeld) und den SPD-Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke.

„Es leben wieder viele Tiere in und an der Werra, die jahrelang verschwunden waren. Es kann nicht sein, dass man zu keiner vernünftigen Lösung mehr fähig ist“, appellierte Kondziella auf die Kompromissfähigkeit der Beteiligten.

Betriebsrat und die Gewerkschaft IGBCE planen mit Unterstützung des Werkes und der Belegschaft für Donnerstag, 8. September, eine Menschenkette vom Standort Unterbreizbach bis zum Standort Wintershall. (ko)

Mehr zum Thema

Kommentare