Bagger rollen im Werratal

Marktgemeinde Philippsthal arbeitet in diesem Jahr sechs Tiefbauprojekte ab

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Hergeschaut, hier wird gebaut: In der Röhrigshofer Schulstraße werden die Kanäle erneuert.

Philippsthal. Achtung, Baustelle: In fast allen Ortsteilen von Philippsthal rollen in diesem Jahr die Bagger.

Insgesamt sechs Tiefbauprojekte betreut Tobias Döll von der Bauabteilung der Marktgemeinde. Gearbeitet wird häufig in Zusammenarbeit mit der EAM-Tochter Energienetz Mitte, die für Wasserleitungen und Kanäle zuständig ist. Insgesamt 1,54 Millionen Euro sind in den Haushalt der Gemeinde eingestellt. Am Philippsthaler Schwimmbad haben die Mitarbeiter der Eiterfelder Firma Giebel bereits Kanal und Trinkwasserleitungen ausgetauscht. Im vorderen Abschnitt werden derzeit die Randsteine gesetzt und die Bürgersteige gepflastert. Am Mittwoch wird asphaltiert. Entlang der Tennisplätze entstehen anschließend eine Stützmauer und neue Parkplätze fürs Schwimmbad. Mitte September, und damit etwa acht Wochen schneller als ursprünglich geplant, sollen die Arbeiten fertig sein. Kalkuliert sind Kosten von 510 000 Euro, davon übernimmt das Land – abhängig von der tatsächlichen Bausumme – etwa 190 000 Euro.

Asphalt statt Pflaster

Am Eichacker und in der Schulstraße in Röhrigshof erneuert die Baufirma Herrmann seit Anfang April Mischwasserkanal, Wasserleitung und Bürgersteige. Außerdem werden fehlene Straßenlaternen ergänzt. Wenn Anfang Oktober alles fertig ist, erhalte die bisher gepflasterte Schulstraße auf Votum der Anwohner eine Asphaltdecke, erläutert Döll.

Eine Herausforderung stellt die geringe Breite der Waldstraße in Unterneurode dar. Hier erneuern die Arbeiter der „großen“ Bad Hersfelder Firma Räuber nicht nur Kanal, Wasserleitung und Fahrbahn, sondern bauen auch Stützelemente mit Geländer ein, die die Straße vor dem Abrutschen sichern sollen. Nach Feierabend muss die Baugrube täglich geschlossen werden, damit Anwohner und Rettungsdienst die Häuser erreichen können. Kalkuliert sind Kosten von 360 000 Euro. Vor dem Winter soll alles fertig sein.

Technisch noch anspruchsvoller ist die Baustelle, mit der seit Anfang April in Harnrode „Am Rain“ die Mitarbeiter der „kleinen“ Bad Hersfelder Baufirma Reuber beschäftigt sind. Zur Hangsicherung an einem Stichweg sollen dort 2,80 Meter hohe Winkelelemente die Fahrbahn halten. Schwierige Bodenverhältnisse und eine Quelle seien erschwerend hinzugekommen. Die Kosten für die bis Mitte Juli angesetzten Arbeiten belaufen sich voraussichtlich auf 190 000 Euro. Im Radweg an der Ortsdurchfahrt von Harnrode haben die Arbeiter der Firma Herrmann seit Ende April im Auftrag der Energienetz Mitte Wasserleitungen und Regenwasserkanal erneuert. Ab heute regelt dort noch einmal für etwa zwei Wochen eine Ampel den Verkehr. Ende Juni startet dann auch die Erneuerung von Kanälen, Wasserleitung, Fahrbahn und Gehwegen in der Scheuergasse. Ein bereits vor einigen Jahren asphaltierter Abschnitt wird dann die fehlende feine Asphaltschicht erhalten. Der Gemeindeanteil beträgt hier 190 000 Euro, gebaut wird bis Anfang Dezember.

Ab 11. Juli wird als Gemeinschaftsmaßnahme mit Hessen Mobil die Ortsdurchfahrt von Gethsemane erneuert.

Bewährtes Baukonzept

Bewährt hat sich aus der Sicht von Tobias Döll das neue Baukonzept der Gemeinde. Gearbeitet werde jeweils im Jahr nach Beschlussfassung und Planung. Durch die Ausschreibung über den Winter habe man gute Preise erzielen können. Den Anwohner nähmen die Einschränkungen alle mit Geduld hin. „Dafür wollen wir uns bedanken“, sagt der Mitarbeiter des Bauamts.

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