Gemeinsam für Heringen möchte Bürgern das Vertrauen in Stadtpolitik zurückgeben

Zurück zum Wir-Gefühl

Gemeinsam für Heringen: Der Vorstand der neuen politischen Gruppierung in Heringen mit von links Claudia Kalla, Manfred Wenk, Monika Fischer und René Schaumlöffel. Foto: nh

Heringen. Der politische Verein „Gemeinsam für Heringen“ (GfH) ist am 1. Juni gegründet worden. An der Gründungsversammlung nahmen zehn Personen teil. Darunter die vier amtierenden Stadtverordneten der UL – Elfriede Möller, Peter Stötter, Hans-Werner Klotzbach und Dirk Preisigke. Vorsitzender ist Manfred Wenk, der im Juni 2012 aus persönlichen Gründen sein Amt als Stadtverordnetenvorsteher niederlegte. Zweiter Vorsitzender ist René Schaumlöffel, Schriftführerin ist Claudia Kalla und als Schatzmeisterin fungiert Monika Fischer.

Als Motivation, eine neue politische Gruppierung in Heringen ins Leben zu rufen, führt Manfred Wenk drei Punkte auf. „Wir wollen uns in Heringen politisch für die Bürger in Heringen engagieren. Wir müssen auch etwas gegen die Politikverdrossenheit tun und schließlich müssen sich auch die bisherigen Vertreter der UL neu orientieren. Die UL wird daher in unserem Verein GfH aufgehen.“

Offen für alle sein

Bei der politischen Ausrichtung wollen die GfH-Vertreter offen für alle sein. „Da ist unser Name Programm.“ Mit der WGH werde es sicher genauso Gespräche geben wie mit allen anderen Parteien auch“, sagt Wenk und Claudia Kalla führt weiter aus: „Sicherlich wollen wir in Zukunft auch politische Wahlämter bekleiden. Zuvor möchten wir jedoch mit Vereinen, Kirchen, Organisationen sowie den Bürgern in den Dialog treten. Ziel ist es, ein anderes Miteinander zu erreichen, um künftig im Sinne Heringens Entscheidungen treffen zu können.“

In der Vergangenheit sei in Heringen politisch viel Porzellan zerschlagen worden. Nur mit viel Klein- und Überzeugungsarbeit sei es möglich, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen, erklärt René Schaumlöffel.

Den nötigen Respekt zollen

Zu exakten politischen Zielen mochten sich die GfH-Mitglieder noch nicht äußern. „Wichtig ist, zunächst ein Wir-Gefühl zu erzeugen und allen politisch Handelnden mit dem nötigen Respekt zu begegnen. Natürlich gibt es genug zu tun, doch die Formulierung von Sachzielen benötigt ihre Zeit. Wichtig ist der Bürgerwille“, stellt Kalla fest.

Auf jeden Fall stünden in Heringen aktuell sehr viele Menschen in den Startlöchern, um sich politisch engagieren zu können, glaubt Wenk.

In Kürze will der neue politische Verein eine Mitgliederversammlung ausrichten, zu der alle politisch interessierten Heringer eingeladen werden. Zudem arbeiten die GfH-Verantwortlichen an einem Internetauftritt, der schon bald fertig sein soll.

Von Mario Reymond

Kommentare