Startschuss für Feuerwehrgerätehaus und Dorfgemeinschaftshaus in Heimboldshausen

Marktgemeinde Philippsthal investiert 3,3 Millionen Euro

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Auftrieb: Großes Interesse herrschte zum ersten Spatenstich für das gemeinsame Gerätehaus der Wehren Röhrigshof und Heimboldshausen. Die Aktiven der beiden Wehren rücken ab 1. Januar 2016 zusammen unter der Bezeichnung Philippsthal-Mitte zu Einsätzen aus. Das Feuerwehrgerätehaus soll in einem Jahr bezugsfertig sein.

Heimboldshausen. Im Philippsthaler Ortsteil Heimboldshausen hat die Marktgemeinde am Dienstagnachmittag den Startschuss für gleich zwei größere Bauprojekte gegeben.

Zunächst einmal wurde der erste Spatenstich für ein 1,3 Millionen Euro teures Feuerwehrgerätehaus gesetzt. In den kommenden zwölf Monaten soll das Gebäude hochgezogen werden.

Nach der Fertigstellung werden die Feuerwehren aus Röhrigshof und Heimboldshausen gemeinsam in den Komplex einziehen. Die beiden alten Gerätehauser der dieser Wehren entsprechen nicht mehr den allgemeinen Vorschriften und hätten für viel Geld umgebaut werden müssen. Diese Tatsache und auch die rückläufige Zahl an aktiven Feuerwehrleuten in beiden Ortschaften hat dafür gesorgt, dass sich die beiden Einsatzabteilungen der Wehren aus freien Stücken für einen Zusammenschluss entschieden haben.

Schon seit geraumer Zeit üben die beiden Wehren gemeinsam. Seit bereits 15 Jahren gibt es in Röhrigshof und Heimboldshausen zudem eine gemeinsame Jugendfeuerwehr.

Für Sonntag, 22. November, haben die beiden Wehren festgelegt, einen gemeinsamen Wehrführer und dessen Stellvertreter sowie verschiedene Ausschussmitglieder zu wählen. Dabei soll in einer ersten Periode alles paritätisch besetzt werden. Die Feuerwehr Heimboldshausen verfügt über 22 Aktive. In Röhrigshof sind es 16. Zum 1. Januar 2016 soll dann offiziell der Zusammenschluss vollzogen werden, obwohl bis zur Fertigstellung des gemeinsamen Hauses die Einsatzabteilungen noch getrennt voneinander untergebracht sein werden. Mit beginn des neuen Jahres wird des es die Freiwilligen Feuerwehren Heimboldshausen und Röhrigshof in ihrer alten Form also nicht mehr geben. Die neue Bezeichnung lautet dann Philippsthal-Mitte.

Neben den Aktiven werden gegen Ende des kommenden Jahres auch zwei Löschfahrzeuge und ein Mannschaftsbus in das neue Haus umziehen. Vielleicht ist dann auch ein neuer Gerätewagen-Logistik dabei, den sich die Einsatzkräfte der gesamten Großgemeinde schon seit Jahren wünschen. „Die Notwendigkeit ist da, es muss aber auch finanzierbar sein. Deshalb steht diese Anschaffung noch unter Vorbehalt“, teilt Bürgermeister Ralf Orth mit.

Los geht’s: Die Heimboldshäuser Ortsbeiratsmitglieder Andreas Nennstiel, Doris Söllner, Klaus-Dieter Erbe und Anita Reichert sowie Gemeindevorstandsmitglied Andrea Richter und Gemeindevertreter Maik Nennstiel sowie zwei Mitarbeiter der Firma Herrmannn.

Längst beschlossen und auch finanziell bis auf den letzten Cent durchgerechnet ist dagegen der Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses für Heimboldshausen. Das alte Gebäude aus dem Jahre 1975 ist bereits abgerissen, da die Sanierung unter aktuellen energetischen Gesichtspunkten genauso teuer geworden wäre wie der Abriss samt Neubau eines neuen Gebäudes. Und so wurde nur Minuten nach dem Baubeginn für das Feuerwehrgerätehaus auch die erste Baggerschaufel Erde auf dem Platz ausgehoben, wo in einem Jahr das neue Dorfgemeinschaftshausen eröffnet werden soll. Für dieses Bauprojekt sind zwei Millionen Euro an Kosten veranschlagt.

Beide Komplexe werden übrigens vom Philippsthaler Bauunternehmen Herrmann errichtet.

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