3D-Ausstellung wirbt für Berufe bei K+S

„Wirkt alles so lebendig“

Durch die 3D-Brille betrachtet wird alles lebendig: Kai, Lea (10), Tim (8) und Nicole Belten (rechts) aus Philippsthal waren die ersten Besucher der 3D-Multimedia-Ausstellung im Heringer Werra-Kalibergbau-Museum. K+S präsentiert in dieser attraktiven Form die Ausbildungsberufe im Werk Werra. Fotos: Konopka

HERINGEN. Durchblicker gesucht! Durch bunte 3D-Brillen schauten sich jetzt Lea (10) und ihr Bruder Tim (8) Belten mit ihren Eltern Kai und Nicole aus Philippsthal als erste die Multimedia-Ausstellung im Werra-Kalibergbau-Museum über mögliche Ausbildungsberufe bei K+S an. Ihr Urteil: „Das wirkt alles so lebendig.“

Die Herausforderung, junge Menschen für eine Ausbildung im Werra-Kali-Revier zu interessieren und anschließend als Fachkräfte an die Region zu binden, werde immer größer, verdeutlicht Werkleiter Christoph Wehner die Situation. Das Werk Werra und das Kalibergbau-Museum haben diese Herausforderung angenommen und präsentieren zielgruppengerecht sieben technische Ausbildungsberufe.

„Eine Ausbildung in unserem Werk eröffnet die Chance auf einen interessanten und dauerhaften Arbeitsplatz im unter- oder übertägigen Bereich. Für viele Jahrzehnte“, verspricht Werkleiter Wehner. Sicher sei, dass in den Standorten Hattorf und Wintershall bis 2060 und in Unterbreizbach bis 2032 produziert werde. „Mit einer Ausbildung zum Bergbautechnologen Bohrtechnik oder Tiefbautechnik, zum Chemikanten, Industriemechaniker, Anlagenmechaniker, Kfz-Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik können die jungen Menschen auch auf lange Sicht ihre Lebensplanung gestalten“, sagt Wehner. Die Berufe seien für Jungen und Mädchen gleichermaßen interessant.

80 Ausbildungsplätze vergibt das Werk Werra pro Jahr, 95 Prozent der Azubis werden nach erfolgreichem Abschluss übernommen.

Wehner lobt die tolle Zusammenarbeit im Team mit dem Förderkreis, dem Museum und der Stadt bei der Konzeption der Ausstellung. Mit dabei waren auch Ivonne Balduf (Kommunikation Werk Werra) und Chantal Mohr (Assistenz der Werkleitung).

Jürgen Eidam, Projektleiter im Ausbildungszentrum, ist stolz auf seine Azubis: „Sie waren Feuer und Flamme bei der Produktion der Ausstellung.“ Museumsleiter Hermann-Josef Hohmann erläutert: „Wir wollten nicht nur Infos präsentieren, sondern die Zielgruppe auch attraktiv ansprechen und etwas ungewöhnliches zeigen.“

Neben der 3D-Multimedia-Show gibt es noch eine Kurzführung durchs Museum und eine Besichtigung des Monte Kali. Die Azubis haben auch Modelle gebaut, welche die Arbeitswelt unter Tage zeigen. Die Kosten übernimmt das Werk Werra. Christoph Wehner: „Mit dieser Ausstellung wollen wir besonders Schulklassen ab dem siebten Schuljahr ansprechen.“ Die haben übrigens freien Eintritt.

Wie hoch die Ausstellungs-Macher deren Bedeutung für die Region sehen, zeigte die Gästeliste zur feierlichen Eröffnung. Viele Bürgermeister, die IHK Kassel-Marburg, Vertreter der Agenturen für Arbeit Bad Hersfeld, Fulda, Suhl und Eisenach, Schulen, der Heringer Magistrat, sowie der Bergmannsverein Wintershall – sie alle trugen die bunte 3D-Brille. Den musikalischen Rahmen füllte die Werratalschule. Die Ausstellung läuft bis 13. September. Interessierte können sich auch im Internet unter www.k-plus-s.com/talente-gesucht und www.kalimuseum.de informieren.

Von Ludger Konopka

Ausstellung: Ausbildungsberufe im Heringer Kali-Museum

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