Betriebsbedingte Kündigungen werden ab 2016 nicht ausgeschlossen

K+S will weiter Personal abbauen

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Der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner stellte sich den Fragen von Journalisten. Foto: Maaz

Philippsthal. K+S will in den kommenden Jahren weiter Personal einsparen und schließt ab 2016 auch betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Dies verkündete der Vorstandsvorsitzende der K+S AG Norbert Steiner am Dienstag vor Pressevertretern in der Schachtanlage Hera.

Konkrete Zahlen könne man aber noch nicht nennen. „Wir wollen uns verschlanken, ohne an Produktionsfähigkeit einzubüßen“, sagte Steiner ohne ins Detail zu gehen. „Auch mit harten Personalfragen wie Kündigungen, wird man sich in Zukunft auseinandersetzen müssen.“ Nicht nur in der Produktion, auch in der Konzernzentrale sehen die Verantwortlichen Potenzial für Verschlankungen. Man müsse Prozesse verbessern, um eine nachhaltige Entwicklung zu erzielen.

Personal wird bei K+S aber auch jetzt schon eingespart. Durch Einstellungsstopps, Verrentungen und Abgänge sind laut Steiner bislang insgesamt Stellen im dreistelligen Bereich abgebaut worden.

K+S hatte als Reaktion auf den weltweiten Preisverfall für Kali-Produkte im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Fit für die Zukunft“ aufgelegt, mit dem innerhalb von drei Jahren rund 500 Millionen Euro gespart werden sollen (wir berichteten). Ende 2013 hatte K+S rund 14 400 Mitarbeiter, davon etwa 10 000 in Deutschland. 4400 Mitarbeiter arbeiten im Verbundwerk Werra. In diesem Jahr will K+S 150 Millionen Euro sparen. Grund für die Kali-Krise war im Sommer 2013 der Bruch einer internationalen Vertriebsallianz, die für einen Preisrutsch gesorgt hatte.

Beschäftigt ist man bei K+S derzeit auch mit den auslaufenden Genehmigungen für die Einleitung des bei der Produktion anfallenden Abwassers in die Werra und die Versenkung in den Boden sowie dem umstrittenen Pipelinebau. In Gefahr seien die deutschen Standorte aber nicht. „Wir stehen zum Produktionsstandort Deutschland“, sagte Steiner. Derzeit baut der Kali- und Salzhersteller ein neues Werk für Kali- und Magnesiumprodukte in Kanada. Zum Tage

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