Philippsthaler Feuerwehren rückten im vergangenen Jahr zu 60 Einsätzen aus

Vieles wird moderner

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Leistung gewürdigt: Eine eher seltene Auszeichnung erfuhren Karsten Kunz (3. von rechts) mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz und Wilfried Kohlhaas mit der St. Florians-Medaille. Das Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold erhielten (vorn von links) Heiner Kinttel sowie Günther Klotzbach und Matthias Sieling in Silber. Zur Ehrung gratulierten außerdem Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar (rechts) sowie der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Reiner Horst, Gemeindebrandinspektor Holger Klotzbach, Bürgermeister Ralf Orth und Kreisverbandsvorsitzender Thomas Specht (hinten von links).

Philippsthal. Nicht weniger als 60 Einsätze im Jahr 2015 zählte Gemeindebrandinspektor Holger Klotzbach in seinem Rechenschaftsbericht zur Jahreshauptversammlung aller Philippsthaler Feuerwehren auf.

Darunter waren auch zwei Stallbrände mit zum Teil tragischem Verlauf und ein Traghilfeeinsatz, der eine bisher so nicht erwartete medizinische Nachsorge erforderte. Bei etwa gleicher Anzahl der Einsätze zum Jahr davor, sei allerdings der Zeitaufwand erheblich gestiegen. Allein der Stallbrand am Siechenberg habe 930 Personalstunden gedauert, dokumentierte Klotzbach den Arbeitsaufwand.

Den Personalstand selbst bezeichnet der Gemeindebrandinspektor aber trotz einiger Abgänge als stabil. Erfreulich für ihn ist, dass unter den vier Nachrückern in die Einsatzabteilung auch drei Frauen sind. Über die Weiterbildung äußerte er sich zufrieden, kritisierte aber, dass vereinzelt Seminare nicht besucht oder abgebrochen wurden.

Einen wichtigen Fortschritt im Brandschutz der Gemeinde misst Holger Klotzbach unterdessen dem Bau des neuen Gerätehauses in Heimboldshausen sowie der Feuerwehrfusion von Röhrigshof und Heimboldshausen bei. Seinen Bericht abschließend, bezeichnete er die Modernisierung des Philippsthaler Gerätehauses als nächste Herausforderung.

Weitgehend stabil sind laut Vortrag des Gemeinde-Jugendwartes Thomas Schmidt auch die Mitgliederzahlen der Nachwuchsabteilungen. Einen Appell richtet er aber an die Feuerwehrleute aus Gethsemane, die dortige Jugendwartin aufgrund ihrer beruflichen Arbeitsbelastung in der Jugendwehrbetreuung zu unterstützen. Folgend berichtete Schmidt noch über eine Vielfalt gemeinsamer Übungen sowie Veranstaltungen und wies dabei auf eine aktive Öffentlichkeitsarbeit besonders auch über die Web-Medien hin.

Für Bürgermeister Ralf Orth indes ist der Brandschutz in Philippsthal zwar auf einem guten Weg. Gleichzeitig dämpfte er jedoch allzu große Investitionserwartungen wegen der montan unübersichtlichen kommunalen Haushaltsverhältnisse. Davon aber unabhängig betonte Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar wie wichtig eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit sei. Kreisverbandsvorsitzender Thomas Specht wies ergänzend dazu auf ein zukünftiges Generationenproblem hin und mahnte zudem, auch die Ausrüstung nicht zu vergessen.

Mit Ehrungen und Beförderungen schloss die Versammlung ab. (ha)

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