Menschen aus Philippsthal, Dorndorf und Vacha gedachten der Grenzöffnung vor 26 Jahren

Ein Symbol für die Einheit

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Das nun zum Einheitsmännchen umgewandelte frühere Ampelzeichen steht seit der Grenzöffnungsfeier nun dreidimensional an der historischen Werrabrücke als Symbol für die enge Zusammenarbeit der Kommunen Vacha, Philippsthal und Dorndorf. Später wird es auch an anderen Standorten für die Dreier-Partnerschaft werben.

Vacha. Abweichend vom bisherigen Veranstaltungsort am Nordende der historischen Werrabrücke haben die drei Partnerkommunen Philippsthal, Dorndorf und Vacha ihre jährliche Grenzöffnungsfeier diesmal ans Südende verlegt.

Dort nämlich wurde aus diesem Anlass die etwa vier Meter hohe Figur des Einheitsmännchens aufgestellt, die zu den Jubiläumsfeiern im vorigen Jahr in mehreren Exemplaren Verwendung fand. Als Vorlage diente seinerzeit das ehemalige DDR-Ampelmännchen. Die von der hessischen Staatskanzlei an die Stadt Vacha geschenkte Figur wird fortan auch an anderen markanten Punkten der drei Kommunen platziert und soll deren in bisher 25 Jahren gewachsene Partnerschaft symbolisieren.

Diese Partnerschaft erklärte Vachas Bürgermeister Martin Müller dann auch zu einer mittlerweile engen Beziehung auf den verschiedensten Ebenen. Die Grenze dazwischen habe lediglich nur noch eine formale Bedeutung. Sein Amtskollege Ralf Orth aus Philippstal zog zudem eine positive Bilanz. Dies sei eine tolle Region zum Arbeiten und zum Leben. Längst schon bestünden die Mehrzahl der geschlossenen Ehen aus Partnern der beiden benachbarten Bundesländer.

Dorndorfs Bürgermeister Ingo Jendrusiak jedoch warnte bei aller Freude vor jeder Art von Extremismus, der inzwischen zunehmend Sympathisanten gewinne. Bei seiner Mahnung bezog er sich vor allem auf die aktuelle Lage in Deutschland.

Für Pfarrerin Rita Stückrad-Frisch aus Philippsthal sind indes 26 Jahre Einheit ausreichend, die Kinderkrankheiten hinter sich zu lassen. Trotzdem werde noch zu viel diskutiert und lamentiert. „Packen wir’s doch einfach an“, forderte die Pfarrerin in ihrer Ansprache zur Grenzöffnungsfeier, die vom Posaunenchor aus Philippsthal musikalisch umrahmt wurde. (ha)

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