Bürgermeister von Heringen kritisiert Hühn

Strafanzeige: Ries nimmt’s gelassen

Heringen. Mit „größter Gelassenheit“ sieht Heringens Bürgermeister Hans Ries den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen angeblicher Verleumdung entgegen. Die Leiterin der Kommunalaufsicht des Kreises, Marianne Hühn, hatte Ries angezeigt, weil dieser ihr wiederholt vorgeworfen hatte, sie wolle die „Machenschaften“ ihres Ehemannes, des früheren Bürgermeisters von Heringen, Roland Hühn, „vertuschen“.

Ries wolle der Staatsanwaltschaft selbstverständlich alle Akten zur Verfügung stellen, teilte der Bürgermeister gestern mit. Gleichzeitig erneuert Ries seine Vorwürfe gegen das Ehepaar Hühn. Er warf allen beteiligten Akteuren, darunter auch den Vertretern der Opposition im Stadtparlament, vor, „die Sache richtig hochkochen“ zu wollen. Hintergrund ist der Eintrag von kontaminierten Abwässern in die Kläranlage von Heringen, der laut Ries schon seinen Vorgängern bekannt war.

„Vielleicht hätte Frau Hühn ihren Mann fragen sollen, warum er seinerzeit nicht gehandelt hat, obschon das Land für die betroffenen Bereiche damals 88 Prozent an Zuschüssen zur Verfügung gestellt hat“, heißt es dazu jetzt in einer Pressemeldung von Bürgermeister Ries. (kai)

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