Bürgermeister Hans Ries begrüßte Flüchtlinge – Mittlerweile leben 28 in Wölfershausen

Sprachbarrieren abbauen

Willkommen: Bürgermeister Hans Ries (hinten in der Mitte) begrüßt Flüchtlinge im Gemeinschaftshaus in Wölfershausen. Foto: Reymond

Wölfershausen. Im Heringer Stadtteil leben mittlerweile 28 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und Äthiopien. Bürgermeister Hans Ries begrüßte die Menschen am Donnerstagnachmittag im Gemeinschaftshaus des Ortes.

Für die Kinder hatte die Stadt Geschenktüten mit dabei und für die Erwachsenen jede Menge Toleranz. Diese Toleranz erhofft sich Ries im Umkehrschluss aber auch von den Flüchtlingen.

Während des etwa zweistündigen Beisammenseins wurden die Verantwortlichen von Stadt und Landkreis auch mit Problemen konfrontiert. So leben aktuell in einer Wohnung insgesamt zwölf Personen – Frauen und fremde Männer wild gemischt. Dies solle aber schon in den nächsten Tagen der Vergangenheit angehören, versprach Antonia Rösner vom Fachdienst Migration. So soll schon in der kommenden Woche eine zusätzliche Wohnung in Wölfershausen bereitstehen.

Syrerin möchte zu ihrem Sohn

Eine Syrerin, die mit zwei Mädchen in Heringen angekommen ist, möchte aber viel lieber zu ihrem Sohn und ihrem Bruder nach Osnabrück. Der Sohn hat dort bereits eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Rösner empfahl ihr, einen Umverteilungsantrag zu stellen.

Auch an der Werratalschule funktioniert in Sachen Flüchtlingsbetreuung noch nicht alles, berichtete Margret Schulz-Bödicker. Noch würden dort Bücher für den Deutschunterricht der Flüchtlingskinder und zusätzliches Personal fehlen. Erfreut zeigte sich die Schulleiterin dann aber über die Nachricht des Bürgermeisters, dass der Magistrat für den Deutschunterricht von erwachsenen Flüchtlingen 1600 Euro zur Verfügung gestellt hat. „Der Unterricht findet dann zweimal pro Woche im Gemeinschaftshaus statt“, erklärte Ries. Und im Kindergarten in Wölfershausen sind bereits zwei Kinder aufgenommen worden. Drei weitere folgen in den kommenden Tagen, berichtete Klaudia Wenk-Hoyer, die Gesamtleiterin der Heringer Kindereinrichtungen.

Ein Übersetzer fehlte

Dass es für die Flüchtlinge hilfreich ist, die deutsche Sprache zu erlernen, wurde auch beim Empfang im Gemeinschaftshaus in Wölfershausen deutlich. Während ein Dolmetscher Dari (Persisch) und ein anderer Arabisch sprach, fehlte ein Übersetzer für die Menschen aus Äthiopien, die sich überhaupt nicht verständlich machen konnten, denn sie sprechen Oromo.

Von Mario Reymond

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