Zwei K+S-Mitarbeiter gewinnen mit 10 000 Euro dotierten Arbeitsschutz-Preis

Öse schützt vor Absturz

Arbeitsschutz: Jürgen Radick (links) und Wolfgang Sieling (Mitte) mit ihrer Erfindung, die Arbeiter bei Reparaturarbeiten in mehreren Metern Höhe vor dem Absturz sichern soll. In die an Gebirgsankern befestigte Anschlagöse kann sich der Arbeiter mit einem Karabinerhaken einhängen und sichern. Foto: K+S

Frankfurt/Heringen. Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie hat jetzt in der Alten Oper in Frankfurt den Arbeitsschutz- Oscar verliehen.

Insgesamt wurden 17 Preise und 100 000 Euro vergeben. Den mit 10 000 Euro dotierten Förderpreis Arbeit, Sicherheit und Gesundheit gewannen mit Wolfgang Sieling, Fachkraft für Arbeitssicherheit, aus Konrode und mit Maschinenreviersteiger Jürgen Radick aus Heringen zwei Mitarbeiter des Kaliwerkes Werra im Grubenbetrieb Hattorf-Wintershall.

Zum Patent angemeldet

Die beiden erhielten den Preis für ihre bereits zum Patent angemeldete mobile Anschlageinrichtung zur Nutzung von Gebirgsankern. Die Anschlageinrichtung lässt sich unkompliziert an die unzähligen Gebirgsanker unter Tage anbringen und gegen den Absturz von Mitarbeitern nutzen – beispielsweise bei Arbeiten in einer Höhe von mehreren Metern an Bandanlagen von einer Hebebühne aus.

Die neu entwickelte Anschlagöse wird dabei auf den Gebirgsanker aufgeschraubt und so fest wie möglich gegen die Ankermutter angezogen. Ein Stöpsel zeigt durch Herausfallen an, dass die Anschlagöse weit genug auf das Ankerstabgewinde aufgeschraubt ist. Die Wirbelfunktion der Öse verhindert das unbeabsichtigte Lösen beim Gebrauch. Mit einer Teleskopstange wird anschließend ein Karabinerhaken in die Anschlagöse gehängt, um daran die Schutzausrüstung des Arbeiters zu befestigen.

„Die Anschlagöse ermöglicht es uns, jeden ordnungsgemäß angebrachten Gebirgsanker als Anschlagpunkt nutzen zu können, und sorgt so zugleich für Flexibilität und Sicherheit für die Mitarbeiter“, so die beiden Preisträger. „Auch in anderen Bergbauzweigen und im Tunnelbau kann die zum Patent angemeldete und wiederverwendbare Anschlagöse problemlos Anwendung finden“, freut sich auch Werksleiter Dr. Rainer Gerling. (red/rey)

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