In Heringen ist jetzt Surfen mit mehr als 25 Mbit/s möglich

Schnelles Internet für 2,5 Millionen Euro steht

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Heringens Bürgermeister Hans Rieshat den Startknopf für das schnelle Internet gedrückt. Links im Bild Helmut Frodermann, der die Kundenakquise für werrakom betreibt.

Heringen. Für die meisten der 3300 Haushalte in Heringen besteht seit Dienstag die Möglichkeit, schnelles Internet zu nutzen. Die Versorgung mit einer Bandbreite von mindestens 25 Mbit pro Sekunde ist offiziell in Betrieb genommen worden.

Das bereits im Jahre 2009 erstmals angedachte Breitbandprojekt für die Stadt Heringen ist nun nach vielen juristischen Prüfungen und immer wieder vorgenommenen inhaltlichen Veränderungen mit einem Kostenaufwand von insgesamt 2,5 Millionen Euro fast abgeschlossen.

Lediglich die Menschen im Stadtteil Kleinensee müssen sich noch bis zum Sommer gedulden, weil derzeit eine Anbindungsstrecke über Widdershausen und das benachbarte Bundesland Thüringen fehlt. Dort hatte der Gemeinderat Dankmarshausen in seiner jüngsten Sitzung einem Gestattungsvertrag mit der Werrastadt zugestimmt, sodass auf einer Länge von etwa 250 Metern das benötigte Leerrohr im Nachbarbundesland verlegt werden darf.

Mit der Inbetriebnahme habe die Stadt Heringen eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre abgeschlossen. „Nachdem in der Vergangenheit alle Versuche gescheitert waren, einen Telekommunikationsanbieter dazu zu bewegen, die Versorgung zu verbessern, hat die Stadt ihr Schicksal schließlich selbst in die Hand genommen“, erklärt Projektleiter Hermann-Josef Hohmann.

Wieviele Menschen in Heringen ab sofort das schnelle Internet nutzen, ist nicht bekannt. Genaue Zahlen mochte Kerstin Komander, bei der mr.net services GmbH & Co. KG in Flensburg für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, nicht nennen. „Wir sind aber nicht unzufrieden“, erklärte sie. Ihr Unternehmen hat in der jüngeren Vergangenheit dafür gesorgt, dass die von der Stadt verlegten 33 Kilometer Leerrohre mit Glasfaserkabel gefüllt und ans Netz angeschlossen wurden. Für die Kundenakquise hat die mr.net vor genau einem Jahr die werrakom ins Leben gerufen. (rey)

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