Freiwillige Feuerwehren Philippsthal rückten bei brütender Hitze zu Alarmübung aus

Retten, löschen, schwitzen

Alarmübung der Freiwilligen Feuerwehr Philippsthal auf Hof Thalhausen: Feuerwehrleute bringen eine gerettete Person in Sicherheit. Fotos: Henning

Philippsthal. Bei brütender Hitze wurden die Feuerwehren der Großgemeinde Philippsthal zu einer Alarmübung gerufen, die von Philippsthals stellvertretenden Wehrführer Florian Knierim ausgearbeitet worden war. Um 20.10 Uhr gingen in den einzelnen Orten die Sirenen los, das Stichwort der Leitstelle lautete: „Scheunenbrand auf Hof Thalhausen“.

Nach nur sieben Minuten war der erste Trupp am „Brandgeschehen“ eingetroffen. Die Einsatzleitung hatte Gemeindebrandinspektor Holger Klotzbach übernommen. Dieser informierte den zuständigen Staffelführer über die Sachlage: Bei Schweißarbeiten auf dem Scheunendach geriet der Dachstuhl in Brand. Hierbei zog sich die Person starke Brandverletzungen zu und konnte deshalb nicht mehr selbst vom Dach klettern. Eine weitere Person befand sich zu dem Zeitpunkt in der Scheune. Beim Versuch das Feuer zu löschen, löste sich ein Balken und stürzte auf das Bein der Person. Somit war diese eingeklemmt.

Traktorfahrer unter Schock

Ein Traktorfahrer auf der anderen Seite der Scheune war gerade dabei, Strohballen um zu stapeln als er das Feuer bemerkte. Vor lauter Schreck stieß er mit der Traktorgabel die bereits aufgetürmten Ballen um und eine weitere Person wurde darunter eingeklemmt. Der Fahrer erlitt dadurch einen Schock.

Professionell und zügig erledigten die einzelnen Wehren die ihnen zugeteilten Aufgaben. Unter großen körperlichen Anstrengungen wurden die verletzten Personen gerettet und den Sanitätern vom Philippsthaler DRK übergeben, die dann die notwendigen Erste Hilfe leisteten. Besonders die Atemschutzgeräteträger waren an diesem Tag nicht zu beneiden.

Länderübergreifend

Schon während der Rettung der Verletzten begannen die Löscharbeiten an der Scheune und durch gezieltes Bewässern des angrenzenden Wohnhauses wurde ein „Übergreifen der Flammen“ verhindert. Da der „Hof Thalhausen“ direkt an das thüringsche Oberzella grenzt, wurde diese Wehr ebenfalls alarmiert, so dass es eine „länderübergreifende Alarmübung“ wurde. Insgesamt waren an dieser Übung etwa 65 Einsatzkräfte beteiligt.

Bei der anschließenden Nachbesprechung im Feuerwehrstützpunkt Philippsthal wurden die Feuerwehrleute von den Sozialfrauen des DRK mit belegten Brötchen und kühlen Getränken bewirtet und Holger Klotzbach konnte, bis auf ein paar kleine Mängel, die Übung als „gut gelaufen“beenden.

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