Bürgermeister kritisiert Behörden

Gemeinde Philippsthal fordert: K+S soll weiter versenken dürfen

Philippsthal. Wie kürzlich schon die Hohenrodaer Gemeindevertretung, hat am Freitag auch das Gemeindeparlament in Philippsthal einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der die Landesregierungen von Hessen und Thüringen sowie das Regierungspräsidium in Kassel dazu aufgefordert werden, dem Kaliwerk Werra weiterhin die Versenkung von Abwässern zu ermöglichen.

Ebenso verlangen die Gemeindevertreter, die Bemühungen der vergangenen drei Jahre zur Absenkung des Salzgehaltes um die Hälfte anzuerkennen und Zeit zur Umsetzung des Vier-Phasen-Plans zu geben.

Bürgermeister Ralf Orth übte heftige Kritik am Verhalten der hessischen Landesregierung. Denn noch im Jahre 2009 habe K+S beantragt, einen Teil der Abwässer bis 2021 wie bisher versenken zu dürfen. Dafür hätten auch die politisch Verantwortlichen das Versprechen gegeben, den Bergbau mit seinen mehreren Tausend Arbeits- sowie 300 Ausbildungsplätzen zu unterstützen. Doch jetzt gebe es noch nicht einmal eine Übergangslösung, sodass die Mitarbeiter nach Hause geschickt werden mussten. „Welche Stillstandskosten dadurch pro Tag entstehen, ist den politischen Entscheidungsträgern auf meine Nachfrage hin gar nicht bewusst gewesen und vermutlich auch nicht, dass bei drohender Kurzarbeit alle Steuerzahler belastet werden“, ließ der Bürgermeister seiner Enttäuschung freien Lauf. (ha)

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