Jubilarfeier der IGBCE-Angestellten der Ortsgruppe Heringen in der „Mühlenstube“

Partner in der Arbeitswelt

In der Gaststätte „Mühlenstube“ ehrte die IGBCE-Angestellten-Ortsgruppe Heringen jetzt ihre Jubilare. Die Ehrungen nahmen Friedrich Nothelfer (stehend links) sowie Bernd Busch und Herbert Hildebrand (stehend rechts) vor. In der Mitte sitzt Georg Mötzing, der seit 80 Jahren in der Gewerkschaft ist. Foto: Konopka

Heringen. Was für ein schönes und seltenes Jubiläum: Seit 80 Jahren ist Georg Mötzing (94 Jahre) in der Gewerkschaft IGBCE. Da hat er viel zu erzählen: „Mit 14 habe ich eine Ausbildung zum Schmied in Obersuhl gemacht. Nach der Lehre habe ich 1938 in der Heringer K+S-Zentralwerkstatt als Schlosser angefangen.“ Im Werk Wintershall war er dann nach dem Krieg als Handwerker tätig.

„Bei Reparaturen gab es immer Höhen und Tiefen. Gerade nach dem Krieg mussten wir viel improvisieren“, erinnert sich Georg Mötzing. Er war Vorarbeiter, Aufseher und als Meister schließlich Angesteller. „In 80 Jahren bin ich der Gewerkschaft immer treu geblieben.“

In der Gaststätte „Mühlenstube“ ehrte die IGBCE-Ortsgruppe Heringen jetzt mit einer Feier ihre Jubilare unter den Angestellten. Begrüßt wurden sie vom ersten Vorsitzenden Herbert Hildebrand und von Friedrich Nothelfer, dem Bezirksleiter der IGBCE. Sie bedankten sich bei den Jubilaren ausdrücklich für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Organisation, ganz besonders natürlich bei Georg Mötzing.

In seiner Rede betonte Herbert Hildebrand, wie wichtig in der heutigen Zeit die Gewerkschaften seien und dass sie „ein fester Bestandteil in der Arbeitswelt sein sollten.“ Der Sozialpartner IGBCE sei gefragt bei Themen wie Entgelt, Neu- und Umstrukturierung, Outsourcing, betriebsbedingte Kündigungen und letztendlich bei Übernahmen durch andere Konzerne. „Die Übernahme von K+S durch den kanadischen Mitbewerber Potash ist ja wohl erstmal vom Tisch“, meinte Hildebrand hoffnungsvoll.

„Retten, was zu retten ist“

Friedrich Nothelfer sagte: „Gewerkschaftsrechte sind Menschenrechte.“ Man wolle in der Betriebskultur retten, was zu retten ist. „Dafür brauchen wir eure Unterstützung“, bat er die Jubilare und dankte ihnen für ihre Hilfe bei der Verwirklichung gewerkschaftlicher Ideale. Die Ehrungen nahmen dann Nothelfer, Hildebrand und Bernd Busch gemeinsam vor.

Neben Georg Mötzing wurden für ihre langjährige IGBCE-Mitgliedschaft auch noch Heinrich Bodenstein, Friedrich Brill, Armin Feist, Gerhard Reichhardt (60 Jahre), Johannes Beyer, Horst Bommer, Rolf Drönner, Günther Möller (50 Jahre), Gerald Helbing, Jörg Mecke, Gerhard Möller, Sigrid Bach (40 Jahre), sowie Christian Deisenroth, Ralf Fischer, Michael Kamm, Michael Schönfelder, Kai Strube, Anja Engler, Karin Hubenthal und Melanie Wehner (25 Jahre) geehrt.

Georg Mötzing feiert am 20. November übrigens seinen 95. Geburtstag – und macht dann einen Ausflug ins schöne Bad Kissingen.

Von Ludger Konopka

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