Wahlanalyse: SPD in Philippsthal verliert einen Sitz und damit die absolute Mehrheit

Nennstiel strebt Vorsitz nicht an

Philippsthal. In Philippsthal hat die SPD ihre absolute Mehrheit verloren. Mit Andreas Nennstiel und Bärbel Führer haben die Sozialdemokraten aber die beiden Kandidaten, die die mit Abstand meisten Stimmen errungen haben. Für Andreas Nennstiel, bisheriger Vorsitzender der Gemeindevertretung erhielt 2013 Stimmen.

Weit dahinter die bisherige Erste Beigeordnete Bärbel Führer mit 1393 Stimmen. Dahinter folgen Ralf Merkel (1128) und Hartwig Klotzbach (1035) von der FWG. Heiner Reuber (SPD) ist der Fünfte im Bunde, der mit 1026 Stimmen oberhalb der 1000-er-Marke landete. Die größten Sprünge nach vorn auf den einzelnen Listen machten Ex-Bürgermeister Hartwig Klotzbach von Listenplatz 20 auf zwei bei der FWG und Klaus-Dieter Radick (SPD) von 21 auf fünf.

Gewiss ist vor der konstituierenden Sitzung des Parlaments, dass Andreas Nennstiel trotz seines hervorragenden Abschneidens nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden kandidieren wird. „Durch die deutlichen Wahlkampfaussagen von FWG und CDU meine Person betreffend und wegen der geänderten Mehrheitsverhältnisse möchte ich das Risiko einer Kandidatur nicht mehr auf mich nehmen“, stellt Nennstiel fest.

Denn die rechnerische Mehrheit haben nun zusammen die Freien Wähler (7) und die CDU (5). Zusammen haben diese beiden Gruppierungen einen Sitz mehr als die SPD (11). Was dies für die künftige Arbeit in der Gemeindevertretung der Marktgemeinde bedeutet, muss sich erst noch zeigen.

Von Mario Reymond

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