Wählergruppierung meldet sich zu Wort

Nahversorgung ist weiter Thema

Heringen. Die Wählergruppierung „Gemeinsam für Heringen“ (GfH) äußert sich in einer Presseerklärung zum Thema Nahversorgungszentrum und bezieht sich damit auch auf die letzte Stadtverordnetenversammlung. Es sei aus ihrer Sicht sicherlich grundsätzlich positiv zu bewerten, dass es mittlerweile zwei potentielle Investoren für das geplante Nahversorgungszentrum in der Heringer Innenstadt gebe oder geben soll.

Unstrittig sei auch, dass eine Belebung und Aufwertung der Hauptstraße dringend geboten ist. Neben den zu erwartenden Synergieeffekten (bestehende Geschäfte in der Innenstadt profitieren von der Neuansiedlung über vermehrte Laufkundschaft) würden den Heringer Bürgern Einkaufsmöglichkeiten geboten, um Artikel der täglichen Grundversorgung wieder zu Fuß einkaufen zu können.

Fast die Hälfte dafür

Dies sei auch ein Gesichtspunkt der Bürgerbefragung vom Juli 2014 gewesen, bei der sich fast die Hälfte aller Beteiligten für die Ansiedelung kleinerer Geschäfte (vorrangig mit Grundversorgungssortiment) in der Innenstadt und gleichzeitiger Genehmigung von Um-, Erweiterungs- und Neubauten im „Ried“ aussprachen.

Die Mehrheit der Stadtverordneten habe zudem durch Beschluss deutlich gemacht, dass ein Nahversorgungszentrum und deren Investoren angesichts der aktuellen Haushaltslage nicht mit finanzieller Unterstützung der Stadt rechnen dürfe.

Von „keinem guten Zeichen in Richtung der Investoren“, wie es Bürgermeister Ries in der letzten Stadtverordnetenversammlung genannt hat, könne also keine Rede sein, immer vorausgesetzt, den möglichen Investoren wurden diese Entscheidungen auch so mitgeteilt.

Abgesehen davon habe ein wie auch immer gestaltetes Nahversorgungszentrum erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Anlieger, den innerstädtischen Verkehr und das zukünftige Stadtbild.

Folgende Fragen müssten nach Ansicht der GfH dringend geklärt werden:

• Wie stehen die unmittelbaren Nachbarn eines neuen Nahversorgungszentrums zu diesem Vorhaben?

• Welche nächtlichen Lärmbelästigungen entstehen durch Anlieferverkehr?

• Ist die Hauptstraße als höchstfrequentierte innerörtliche Durchgangsstraße mit dem geplanten Nahversorgungszentrum überhaupt vereinbar?

• Wie soll die Sicherheit der Fußgänger, Kunden und Passanten in diesem Bereich gewährleistet werden, die schon jetzt erhebliche Sorgen bereitet?

Die GfH sagt nach eigener Aussage uneingeschränkt „Ja“ zur Ansiedelung von Geschäften in der Heringer Innenstadt, aber bitte unter Berücksichtigung der vorgetragenen Punkte und Bedenken. (red/ass)

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