Ries hofft auf Bewegung im Streit um Kanalbau

Ministerin spricht ein Machtwort

Heringen. Im politischen Streit um Kanalbauarbeiten in Heringen erhält Bürgermeister Hans Ries jetzt Rückendeckung von Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Die Ministerin sei der Meinung, dass eine „rasche Umsetzung von Maßnahmen zur Abwasserentsorgung“ in Heringen geboten sei. Deshalb habe ihr Ministerium das Regierungspräsidium in Kassel gebeten, weiterhin darauf hinzuwirken. Das RP sei dieser Bitte gefolgt, heißt es in einem Brief an Hans Ries, der uns vorliegt.

„Wir hoffen nun inständig, dass das Machtwort aus dem Ministerium endlich zum Ziel führt“, kommentiert der Bürgermeister das Schreiben. Zugleich beklagt er, dass die Arbeiten nun vermutlich zwei Winter lang dauern werden. „Hätten wir die Bauaufträge zumindest noch im Frühjahr vergeben können, hätten wir die jeweilige Fertigstellung bis Sommer 2016 schaffen können“, erklärt Ries.

Alles Vertuschung?

Bei dem Streit in Heringen geht es im Kern darum, dass die notwendigen Gelder vom Parlament seit geraumer Zeit blockiert werden, weil Ries angeblich „Luxuskanäle“ bauen will und dabei die nötige Transparenz fehlt, so die Kritiker. Der Bürgermeister indes wirft ihnen und auch der Kommunalaufseherin Marianne Hühn vor, sie wollten nur Versäumnisse seiner Vorgänger vertuschen. Deshalb hatte Ries die Ministerin eingeschaltet. (kai)

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