Heringen liegt wie Trondheim, Hamburg und Tunis auf dem 10. Längengrad

Mit Metropolen verbunden

Gradmarkierung durch die Werraaue: Vom Nordpol zum Südpol verläuft der 10. Längengrad auch dicht an der Heringer Kernstadt vorbei. Die Aufstellung des Schildes hat der Förderkreis des Werra-Kalibergbau-Museums veranlasst, dessen Vorsitzender Norbert Deisenroth auch die Ortsbestimmung vornahm. Foto: roda

Heringen. Was hat Heringen mit den national wie international bekannteren Städten Trondheim in Norwegen, Hamburg und Ulm sowie Tunis in Tunesien gemeinsam? Sie liegen alle in Nord-Süd-Richtung gesehen auf dem 10. Längengrad.

Zur vollständigen Angabe müsste noch der Zusatz „östliche Länge“ hinzugefügt werden. Denn die 360 Längengrade (Meridiane) der Erdkugel werden vom Null-Meridian ab dem südenglischen Greenwich jeweils 180 Grad in westlicher und in östlicher Richtung bezeichnet.

Hinweisschild

Die genaue Heringer Ortsbestimmung ist nun seit kurzem mit einem großen Schild direkt neben der Straße zwischen Kernstadt und dem Kaliwerk Wintershall nahe einer der Flutgrabenbrücken markiert. Die wetterfeste Tafel informiert einmal im Großformat über die geografische Lage der bereits genannten Städte. Auf der anderen Seite wird mit Grafiken und Text auch für Laien verständlich das Gradnetz der Erde erklärt. Demzufolge liegt Heringen auf 50˚53’N (nördlicher Breite) und 10˚O (östlicher Länge).

Die Initiative und Aufstellung zur jetzt auch in der Landschaft erkennbaren Standortmarkierung ging vom Förderkreis des Werra-Kalibergbau-Museums aus, dessen Vorsitzender Norbert Deisenroth beim Durchstöbern eines Nachschlagewerks auf die runde Längengradzahl und die geografische Beziehung zu den bekannteren Städten gestoßen war. Die ungefähre Ortsbestimmung hatte Deisenroth mit einem handelsüblichen Outdoor-Navigationsgerät zunächst selbst vorgenommen. Die auf Zentimeter genaue Lage des Schildes haben dann Fachleute aus der Markscheiderei des Kaliwerkes Werra eingemessen.

Metallsstreifen

Nach dem Neubau der maroden Brücken dieses Straßenabschnitts soll dann noch ein in die Fahrbahn eingelassener Metallstreifen die Nordsüd-Richtung des 10. Längengrades sichtbar machen.

Von Hans-Heinrich Hartmann

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