Erfinderlabor: Parmpreet Singh von der WTS forschte zum Thema Biotechnologie

Kühle Köpfe – heiße Spur

Parmpreet Singh von der Heringer Werratalschule gehörte zu 16 Oberstufenschülerinnen und -schülern, die am Erfinderlabor des Zentrums für Chemie teilnehmen durften. Foto: nh

Dreieich/Heringen. Endlich praktisch arbeiten und nicht nur aus Büchern lernen. Parmpreet Singh von der Werratalschule in Heringen hatte jetzt die Chance, im Dialog mit Wissenschaftlern der Goethe-Universität Frankfurt kreativ und professionell zu forschen. 16 Schüler erlebten spannende Tage im Erfinderlabor.

Dieses Labor wird seit 2005 vom Zentrum für Chemie (ZFC) mit Sitz in Bensheim an der Bergstraße organisiert. Das Projekt greift Themengebiete auf, die im Unterricht nicht vorkommen oder nur partiell behandelt werden können.

Es war eine heiße Woche für die hessische Nachwuchselite. Doch die 16 Oberstufenschüler behielten einen kühlen Kopf bis zur mit Spannung erwarteten Abschlusspräsentation.

Das Thema war sehr komplex, ist doch die Biotechnologie eine interdisziplinäre und anwendungsbezogene Disziplin mit zahlreichen Schnittstellen zu den klassischen Naturwissenschaften. Mit ihr lassen sich neue Medikamente entwickeln, Pflanzensorten züchten oder Alltagsprodukte wie Waschmittel effizienter herstellen.

Forschungsintensiv

Es handelt sich um eine forschungsintensive Branche. „Und dafür brauchen wir Sie!“, so sprach Dr. Michael Ramroth vom Vorstand der Biotest-AG, einem expandierenden Pharmaunternehmen, die jungen Forschenden beim mittlerweile 19. Workshop an. Auch der 16-jährige Parmpreet Singh von der gymnasialen Oberstufe der Werratalschule präsentierte dort mit seinen drei Forscherkollegen von anderen hessischen Schulen die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit.

„Ich habe mich bereits nach der Zusage sehr gefreut, doch schlussendlich sind meine Erwartungen sogar noch übertroffen worden. Das war die informativste Woche meines Lebens. Ich habe hier sehr viel im Bereich der Biotechnologie gelernt und kann das Erfinderlabor nur jedem weiterempfehlen“, berichtete Parmpreet Singh begeistert.

Herzstück des 19. Erfinderlabors waren drei Tage Forschen und Experimentieren in den Labors des Fachbereichs Biowissenschaften an der Frankfurter Goethe-Universität. Die Teilnehmer wurden in Arbeitsgruppen von hochkarätigen Wissenschaftlern der Universität und namhafter Industrieunternehmen betreut.

Auch das Hessische Kultusministerium ist ein Förderer des Begabten-Workshops. Eine Stippvisite bei der Brain-AG in Zwingenberg rundete die Woche thematisch ab, bevor die Abschlusspräsentation vor 150 bedeutenden Gästen aus Lehre und Wirtschaft das feierliche Finale bildete. Allein im laufenden Schuljahr verzeichnete ZFC-Projektleiter Patrick Röder mehr als 250 Bewerber aus über 80 Schulen. (red/fin)

Kommentare