K+S: Neue Anlagen senken die Laugenlast in Werra und Weser

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Neue Anlage senkt die Salzbelastung der Werra: Am K+S-Standort Hattorf wurde eine zusätzliche Produktionsanlage für die abwasserfreie Gewinnung von Kieserit errichtet.

Philippsthal. In der Philippsthaler Kreuzberghalle hat K+S am Dienstag drei neue Anlagen offiziell in Betrieb genommen. 200 Millionen Euro hat das Unternehmen seit 2011 dabei ins Werk Werra investiert.

Die Anstrengungen von K+S für den Gewässerschutz lobten Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und der thüringische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Jürgen Gnauck.

„Das Erreichte ist ein wichtiger Schritt für die Umwelt und die Arbeitsplätze in der Region“, sagte Bouffier. So wurde in Hattorf eine zusätzliche Produktionsanlage für die abwasserfreie Gewinnung von Kieserit errichtet, in Wintershall entstanden neue Eindampfanlagen für Kainit, und in Unterbreizbach wurde dem Lösebetrieb noch eine Verarbeitungsanlage - Kalte Vorzersetzung - vorgeschaltet. „Damit ist eine weitere wichtige Etappe zur Verbesserung der Wasserqualität der Werra geschafft“, erklärte Gnauck.

Die drei Projekte seien zentrales Element einer langfristigen Strategie für das Werra-Revier. „Wir schaffen damit eine Grundlage für die erfolgreiche Zukunft des heimischen Kalibergbaus“, sagte K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner.

K+S verfolgt mit seinen drei neuen Anlagen das Ziel, die Menge der bei der Kaliproduktion anfallenden Salzabwässer bis 2015 auf sieben Millionen Kubikmeter jährlich zu halbieren. 2006 waren 14 Millionen Kubikmeter angefallen. Dieses Ziel sei bereits zu 90 Prozent erreicht.

„Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Umweltauswirkungen weiter zu verringern. Aus heutiger Sicht lässt sich in der Region noch bis in die 60er-Jahre dieses Jahrhunderts zu wirtschaftlichen Bedingungen Kali fördern“, erklärte Steiner.

Die Bereitschaft von K+S, weiter an der Verbesserung der Werra-Situation zu arbeiten, lobte Bouffier: „Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze, sondern stehen für Fortschritt, wenn sie miteinander in Einklang gebracht werden.“

Von Mario Reymond

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