Bürgermeister bittet um Verständnis

Kita-Streik: Heringer Eltern demonstrierten für Notgruppe

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Kita-Streik: In Heringen demonstrierten Eltern für die Einrichtung einer Notgruppe.

Etwa 30 vom Kita-Streik betroffene Eltern aus Heringen haben mit ihren Kindern am Donnerstagabend vor der Stadtverordnetenversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Herfa für die Einrichtung einer Notgruppe demonstriert.

Mit Plakaten und Trillerpfeifen machten sie auf ihr Anliegen aufmerksam. Dabei ging es offenbar so emotional zu, dass Bürgermeister Hans Ries und ein erboster Vater heftig aneinander gerieten.

Ries beteuerte, die Einrichtung einer Notgruppe sei schlicht und einfach nicht möglich gewesen, weil alle Erzieher der Stadt die Arbeit niedergelegt hätten. Für deren Forderung nach einer höheren Eingruppierung und somit einer ideellen und finanziellen Aufwertung des Berufs habe er im Übrigen durchaus Verständnis. Kindertagesstätten seien keine "Verwahranstalten mit Basteltanten", sondern pädagogische Einrichtungen.

Auch in der Stadtverordnetenversammlung waren der Kita-Streik und dessen Folgen Thema. Dort wurde Ries unter anderem vorgeworfen, für die hundertprozentige Beteiligung am Streik selbst verantwortlich zu sein.

"Die Erzieher sollten auch an die Kinder denken, die unter der Situation leiden, und es nicht jedem möglich, Urlaub für die Betreuung zu nehmen", sagten Kornelia Debatin und Pia Frodermann, die beide im Elternbeirat vertreten sind.

In Bad Hersfeld, wo der Streik schon in der dritten Woche stattfindet, wollen Eltern am Montag ab 14 Uhr vor dem Rathaus demonstrieren.

Mehr lesen Sie in der HZ am Samstag. (nm)

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