Interkulturelles Buffet an der Fachschule für Sozialpädagogik

Kennenlernen über den Kochtopf an der Außenstelle der beruflichen Schulen in Heimboldshausen

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Heimboldshausen. Buffet in der Fachschule für Sozialpädagogik. Ein Überblick über die Gerichte aus sechs Ländern.

Heimboldshausen. Die Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik haben sich dem Thema Interkulturalität beim Kochen verschiedener Spezialitäten angenähert.

„Es herrscht hier eine sehr schöne Stimmung und ich freue mich, gleich unser Gericht präsentieren zu können“, ruft Aysun Sögüt sichtlich begeistert und zeigt stolz auf die Ecke, in der das US-amerikanische Menü von ihr und ihrem Kochteam aufgestellt ist. Insgesamt werden Gerichte aus sechs unterschiedlichen Ländern von Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik präsentiert. In den Räumen der Außenstelle der Beruflichen Schulen Oberberg in Heimboldshausen findet das interkulturelle Buffet statt, bei dem Kochteams von Studierenden Gerichte wie Zimtschnecken aus Schweden, Enchilada aus Mexiko, Mac & Cheese und Muffins aus den USA, Bruschetta, Pizza und Tomate-Mozzarella aus Italien und Spinat-Champignon-Tortilla aus Spanien zaubern.

Shérif Korodowou, vom Impuls-Institut in Marburg und Lehrbeauftragter, begleitet das Projekt. Er stammt aus Togo und beteiligt sich ebenfalls am Buffet mit einem Gericht aus gebratenen Yams, Kochbananen und einer Maafèsauce, einer gewürzten Tomatensoße und geräucherten Makrele aus seinem Heimatland. „Mir ist wichtig, dass die Gäste des interkulturellen Buffets nicht nur die selbstgemachten Menüs aus verschiedenen Ländern und Regionen genießen können. Sie sollen auch Hintergrundwissen zu den Regionen und Mahlzeiten erhalten“ betont er.

„Es ist viel Arbeit gewesen und ich war am Anfang etwas nervös. Es hat aber viel Spaß gemacht im Team zu kochen und ich freue mich sehr, dass unsere Gäste das Ganze genießen“, sagt Steffen Seeliger, Studierender vom Kochteam Mexiko.

Aber nicht nur die Vorbereitung des interkulturellen Buffets hat die 20 Studierenden begeistert. Albina Zander und Mona-Lisa Ries bedauern das Ende des halbjährigen Kurses, der sich thematisch mit der interkulturellen Erziehung, Migrationsformen, interkulturellen Konfliktbearbeitung beschäftigt hat, sehr. Insbesondere die Kursgestaltung mit Rollenspielen, Übungen, Filmen und Exkursionen haben bei den meisten Studierenden einen großen Eindruck hinterlassen.

„Interkulturalität ist ein sensibles und wichtiges Thema, vor allem in Kindergärten und Jugendhilfeeinrichtungen. Deshalb freut es uns sehr, einen kompetenten Trainer für diesen Bereich gewonnen zu haben“, sagt Claudia Hohmann, kommissarische Leiterin der Abteilung Ernährung, Hauswirtschaft und Sozialwesen. „Shérif Korodowou vermittelt nicht nur die Inhalte, er lebt sie auch. Das kommt bei den Studierenden gut an.“

Die Fachschule für Sozialpädagogik der Beruflichen Schulen Obersberg an der Außenstelle Heimboldshausen bildet jährlich staatlich anerkannte Erzieher aus.

Anmeldungen für das kommende Schuljahr können noch bis Montag, 15. Februar, entgegengenommen werden. Ansprechpartnerin ist Claudia Hohmann, Telefon 06620/222. (red/rey)

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