Mario Reymond zur Heringer Stadtpolitik

Kommentar: Kein Kindergarten

Mario Reymond

Wenn ich in den vergangenen Wochen und Monaten auf die politischen Verhältnisse in Heringen und die dort tätigen Protagonisten angesprochen wurde, habe ich fälschlich immer wieder die Bezeichnung Kindergarten oder Kasperletheater verwendet.

Beides ist aus heutiger Sicht nicht zutreffend gewesen. In einem Kindergarten werden täglich Mädchen und Jungen von Erzieherinnen betreut und lernen das richtige Sozialverhalten. Streitereien werden dort sehr schnell beigelegt, weil die Kleinen recht bald erkennen, was richtig und was falsch ist. Das dauert bei dem einen oder anderen zwar etwas länger. Doch irgendwann fällt auch bei dem Letzten der Groschen.

Und jedes Kasperletheater hat natürlich einen gewissen intellektuellen Ansatz. Die Puppenspieler wollen mit ihrem Spiel – zwar auf heitere und teils lustige Weise – nicht nur unterhalten, sondern den meist jungen Zuschauern sogar gewisse moralische Ansätze vermitteln und mit auf den weiteren Lebensweg geben.

Ich möchte mich daher mit diesen Zeilen bei allen Kindern, ihren Erzieherinnen und natürlich auch bei allen Menschen entschuldigen, denen die Spielkunst eines Kasperletheaters besonders wichtig ist.

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