Helmut Heiderich kritisiert Angebot für K+S

Kartellamt soll Übernahme prüfen

Helmut

Hersfeld-Rotenburg. Der CDU-Politiker Helmut Heiderich fordert, dass das Bundeskartellamt den vom kanadische Düngemittelhersteller Potash Corporation of Saskatchewan Inc. (PCS) angestrebten Aufkauf des Unternehmens Kali+Salz überprüfen soll. Darum hat der Bundestagabgeordnete Heiderich den Präsidenten des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, in einem persönlichen Brief gebeten.

Wettbewerb ausgehebelt

Laut Analysten bestehe die Gefahr einer Monopolisierung des europäischen Kalimarktes, schreibt Heiderich. Wenn K+S als Wettbewerber verschwinde, sei die Landwirtschaft völlig von diesem Anbieter abhängig. Damit wäre der Wettbewerb ausgehebelt. Mittelfristig müsse man auch fürchten, dass es zu Arbeitsplatzreduzierungen, Verlagerungen oder Werksschließungen komme. „Ich wäre Ihnen deshalb sehr dankbar, wenn Ihr Haus eine entsprechende Prüfung einleiten würde, ob mit der von PCS angestrebten Übernahme der Wettbewerb auf diesem Markt unverantwortlich eingeschränkt wird“, schreibt Heiderich in seinem Brief.

Der CDU-Politiker erinnert daran, dass es bereits im Jahr 1997 einen Übernahmeversuch von PCS gab: „Gemeinsam mit dem damaligen Bundeskanzleramtsminister Friedrich Bohl, der das Bundeskartellamt einschaltete, konnten wir dies seinerzeit verhindern. Nach einer ablehnenden Stellungnahme der Behörde untersagte schließlich der frühere Bundeswirtschaftsminister Günter Rexroth den bereits abgeschlossenen Vertrag.“

Anschließend sei es K+S gelungen, seine Wettbewerbsfähigkeit auszubauen und weltweit zu wachsen. „Gerade heute haben wir – nicht nur wegen der Arbeitsplätze – ein großes Interesse an einem starken deutschen Kaliunternehmen. Nicht zuletzt auch, weil nach der Wiedervereinigung rund 1,5 Millionen DM aus Steuermitteln in das Unternehmen geflossen sind“, so Heiderich.

Den erneuten Angriff – jetzt offenbar auch als feindliche Übernahme geplant – gelte es nun genauso entschieden abzuwehren wie 1997. (red/spe)

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